31. August 2016 | 07:44 Uhr

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Abgedriftet

Taifun "Lionrock" trifft Japan: 10 Tote

Der starke Wirbelsturm peitschte über Japans Tsunami-Region hinweg.

Bei dem heftigen Taifun über Japan sind mindestens zehn Menschen ums Leben gekommen. Neun Opfer wurden bei einem Altersheim in der nordöstlichen Stadt Iwaizumi gefunden, wie japanische Medien am Mittwoch berichteten.

In der Stadt Kuji kam zudem eine weitere alte Frau ums Leben. Der inzwischen abgezogene Taifun "Lionrock" war am Vorabend in der Region Tohoku im Nordosten auf Land getroffen.

Die Region war vor fünf Jahren von einem Erdbeben und Tsunami verwüstetet worden. "Lionrock" hatte die Region mit starken Regenfällen und Sturmböen überzogen.

Rund 410.000 Menschen waren aufgerufen worden, sich in Sicherheit zu bringen. Viele Schulen wurden geschlossen, der regionale Bahn- und Flugverkehr war beeinträchtigt. Mehr als 100 Flüge aus und in die Region fielen aus. In rund 15.000 Haushalten fiel zwischenzeitlich der Strom aus. Stellenweise standen Straßen unter Wasser, Flüsse schwollen bedrohlich an, Bäume stürzten um, Häuser wurden beschädigt, Lastwagen stürzten durch die schweren Sturmböen um.

Pumpen in Atomruine Fukushima

In dem bei der Tsunami-Katastrophe vor gut fünf Jahren verwüsteten Atomkraftwerk Fukushima Daiichi wurden Pumpen eingesetzt, um zu verhindern, dass erneut verstrahltes Wasser in den angrenzenden Ozean gelangt. Berichte über weitere Schäden an der Atomruine gab es zunächst nicht.

Abgedriftet

Es war das erste Mal seit Beginn der Datenerfassung durch die Meteorologische Behörde im Jahr 1951, dass ein pazifischer Taifun auf die Region Tohoku traf. Er war an der Hauptstadt Tokio entlang herangerückt, dann zunächst abgedriftet, bevor "Lionrock" dann einen Schwenk zurück auf das Inselarchipel machte. Er bewegte sich am Abend mit einer Geschwindigkeit von rund 45 Kilometern in der Stunde voran, mit Windgeschwindigkeiten nahe seinem Zentrum von bis zu 180 Kilometern in der Stunde. Er zog weiter Richtung Norden, bevor sich der Taifun am Mittwoch zu einer Tiefdruckzone abschwächen dürfte.




 

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Viel Sonne, im Südosten länger bewölkt. 4/17°

Störungsreste verlagern sich im Tagesverlauf langsam in Richtung Südosten. Damit kann sich bereits am Vormittag in den westlichen Landesteilen sowie auch von Oberösterreich ostwärts sonniges und trockenes Wetter durchsetzen. In Teilen Kärntens und der Steiermark halten sich Restwolken hingegen deutlich länger, einzelne Schauer im Bergland sind dabei auch möglich. Hier steigen oft erst am Nachmittag die Chancen auf längere sonnige Phasen. Gegen Abend hin ziehen dann in Vorarlberg erste kompakte Wolken einer erneuten Störungszone auf. Der Wind weht nur schwach. Die Frühtemperaturen minus 3 bis plus 7 Grad, Tageshöchsttemperaturen 12 bis 24 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen.
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