16. Dezember 2015 | 13:10 Uhr

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Australien

Schwerer Tornado wütet in Sydney

213-km/h-Sturm, Hagelkörner in Golfballgröße - 6.000 Haushalte ohne Strom.

Ein Wirbelsturm richtete in der australischen Metrolpole Sydney Zerstörungen an. Mit Spitzengeschwindigkeiten von 213 km/h fegte der Tornado über die Stadt, riss Bäume und Strommasten um und deckte Dächer ab.  

Der Tornado hatte sich aus einer Gewitter-Superzelle entwickelt, traf am Mittwoch um 10.30 Uhr Ortzeit Sydney. Stellenweise fielen Hagelkörner in Golfballgröße, hunderte Dächer wurden abgedeckt und landeten teilweise bis zu 100 Metern von den Häusern entfernt. 6.000 Haushalte waren zwischenzeitlich ohne Strom.

In Bondi Junction im Osten der Metropole wurden Kunden und Angestellte eines Einkaufszentrums in Sicherheit gebracht, nachdem das Dach teilweise einstürzte, wie Medien berichteten. Auch viele Flüge mussten verspätet starten.

Laut Polizeiangaben wurde niemand ernsthaft verletzt.

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So entsteht ein Tornado

Meist entstehen die Wirbelstürme bei Gewittern. Wenn an der Erdoberfläche die Luft stark erhitzt wird, steigt sie auf und ballt sich zu Gewitterwolken. Bei heftigen Gewitterböen kann die Steiggeschwindigkeit bis zu 40 Meter pro Sekunde betragen. Die Luft unter der Böe beginnt dann immer schneller zu rotieren und bildet den typischen Schlauch aus aufgewirbeltem Staub.

Da aus jeder starken Gewitterzelle ein Wirbel entstehen kann, ist die Vorwarnzeit äußerst kurz: Trotz ausgefeilter Radartechnik können Tornados im besten Fall einige Stunden vorher festgestellt werden.

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