21. November 2022 | 09:53 Uhr

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Mehrere Tote

Rekord-Schnee sorgt für Chaos in den USA

Zwei Tage lang schneite es ununterbrochen im nördlichen Teil des US-Bundesstaats New York 

Heftige Schneefälle haben kurz vor Thanksgiving Teile des US-Bundesstaates New York lahmgelegt und mehrere Menschenleben gefordert. Rund zwei Meter Schnee gingen laut Nationalem Wetterdienst bis Sonntagmorgen (Ortszeit) etwa auf die Stadt Orchard Park südlich von Buffalo nieder. Zeitweise fielen mancherorts mehr als 15 Zentimeter Schnee pro Stunde, berichtete die "New York Times".

Damit könnte ersten Einschätzungen zufolge ein neuer Rekord gebrochen worden sein für den meisten Schneefall innerhalb von 24 Stunden. "So etwas ist noch nie passiert", sagte Kathy Hochul bei einer am Samstagnachmittag (Ortszeit) einberufenen Pressekonferenz. Die Gouverneurin von New York hatte bereits am Donnerstag in einigen Regionen den Notstand ausgerufen. Am Samstag stellte Hochul bei US-Präsident Joe Biden einen Antrag auf Bundeshilfen, um die betroffenen Kommunen zusätzlich zu unterstützen.

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Verkrhres-Chaos

Der Sturm führte zu Straßensperrungen, Fahrverboten und Dutzenden Flugausfällen am internationalen Flughafen in Buffalo, hieß es beim Sender "CNN". Die American-Football-Liga NFL verlegte eine Partie zwischen den Buffalo Bills und den Cleveland Browns kurzfristig nach Detroit.

Zwei Menschen kamen beim Schneeräumen in Erie County wegen Herzproblemen ums Leben, schrieb Mark Poloncarz, Verantwortlicher aus dem Bezirk, auf Twitter. Neben New York hatten Behörden und Wetterexperten auch in den US-Bundesstaaten Wisconsin, Michigan, Indiana, Ohio und Pennsylvania vor dem besonders gefährlichen Sturm gewarnt. In Indiana westlich von New York war am Freitag bereits der Fahrer eines Schneeräumfahrzeuges tödlich verunglückt.

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"Lake Effekt"

Ein Grund für den Wintereinbruch ist der "Lake Effect". Dabei streicht extrem kalte Luft über die Großen Seen im Norden der USA, deren Wasser noch erheblich wärmer ist. Feuchtigkeit steigt auf, wird vom Luftstrom mitgenommen und schneit dann in schmalen Niederschlagsbändern über Land an der Südostseite der Seen ab.

Laut Vorhersage sollen die Schneefälle zu Wochenbeginn abschwächen. Am kommenden Donnerstag ist Thanksgiving, das amerikanische Erntedankfest. Der Feiertag gehört neben Weihnachten zu den wichtigsten Familienfesten in den USA - das Reiseaufkommen ist in dieser Zeit besonders hoch.
 

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Schnee, Regen und windig. 2/6°

Den ganzen Tag ist es wolkenverhangen. Mit kräftigem Niederschlag ist vor allem entlang der Alpen und nördlich davon zu rechnen. Trocken bleibt kaum eine Region, am wenigsten fällt aber im Süden und Südosten. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen 400 und 800m Seehöhe. Der Wind weht meist mäßig bis lebhaft, an der Alpensüdseite auch stark bis stürmisch. Tageshöchsttemperaturen 2 bis 7 Grad, mit den höchsten Werten im Süden. Heute Nacht: Die Nacht auf Freitag verläuft wolkenverhangen und verbreitet mit Niederschlägen. Trocken bleibt es lediglich ganz im Süden und im Nordwesten. Überall sonst ist mit anhaltendem und teils kräftigem Niederschlag zu rechnen. Oft schneit es bis in die Niederungen. Die Schneefallgrenze pendelt zwischen tiefen Lagen und 500m Seehöhe. Der Wind weht an der Alpennordseite meist mäßig bis lebhaft, an der Alpensüdseite und am Alpenostrand auch stark aus Nordwest. Tiefsttemperaturen minus 5 bis plus 4 Grad.
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