04. März 2021 | 22:30 Uhr

tsunami © Symbolbild/Getty Images

Beben der Stärke 8,1

Heftiges Beben sorgt für Tsunami-Warnung für gesamten Pazifik

Evakuierung von Küstenregionen in Neuseeland angeordnet.

Wellington. Vor Neuseeland hat es am Freitag mehrere heftige Erdbeben gegeben. Bis zum Morgen (Ortszeit) wurden nach Angaben der Katastrophenschutzbehörde drei schwere Beben registriert. Für weite Teile der Pazifikregion wurde eine Tsunami-Warnung herausgegeben. Das heftigste Beben hatte die Stärke 8,1 und ereignete sich nahe der Kermadec-Inseln, etwa 800 Kilometer nordöstlich der Nordinsel Neuseelands. Kurz darauf folgte ein weiteres der Stärke 7,4 in der gleichen Region.

Stunden zuvor hatte es bereits Erdstöße der Stärke 7,1 rund 100 Kilometer vor der Küste des Bezirks Gisborne gegeben. Die Küstenbewohner der betroffenen Gebiete wurden aufgefordert, sich in Sicherheit zu bringen und die Lage sehr aufmerksam zu verfolgen. Die Katastrophenschutzbehörde appellierte an die Bewohner von Northland, East Cape und Great Barrier Island, sich in höher gelegene Regionen oder so weit wie möglich ins Hinterland zu begeben. Tausende seien auf der Flucht, berichtete die Zeitung "New Zealand Herald". Das Blatt zitierte einen Anrainer: "Ich blicke auf das schöne stille Meer, und ich hoffe, dass nichts von da kommen wird. Wir müssen abwarten."

Keine Informationen über Verletzte

Das Frühwarnsystem Pacific Tsunami Warning Center (PTWC) warnte vor einem möglichen Tsunami. Experten rechneten mit ein bis drei Meter hohen Wellen. Die Warnung galt auch für Inselgruppen wie die Cook-Inseln, Fidschi, Neukaledonien, Tonga, Vanuatu und die Salomonen. Die Kermadec-Inseln, wo sich die beiden schwersten Beben ereigneten, gehören zu Neuseeland, sind aber Hunderte Kilometer von der Küste entfernt. Über mögliche Schäden oder Verletzte lagen zunächst keine Informationen vor. Neuseeland hat insgesamt knapp fünf Millionen Einwohner.

Berichten zufolge sollen die Erschütterungen des ersten Erdbebens in der Nacht in der ganzen Region zu spüren gewesen sein, auch in den Großstädten Auckland, Wellington und Christchurch. Knapp zwei Stunden danach hätten bereits 60.000 Menschen dem örtlichen Monitoring-System GeoNet gemeldet, das Beben gespürt zu haben, so der "New Zealand Herald". "Hoffe, allen geht es okay da draußen", schrieb Premierministerin Jacinda Ardern auf Instagram, "vor allem denjenigen an der Ostküste, die die volle Wucht des Erdbebens gespürt haben müssen."

Erst im vergangenen Monat hatte Neuseeland der Opfer des schweren Erdbebens von Christchurch vor zehn Jahren gedacht. Am 22. Februar 2011 waren in der größten Stadt der Südinsel 185 Menschen ums Leben gekommen. Das Beben hatte eine Stärke von 6,2.

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