14. Jänner 2019 | 19:08 Uhr

Balderschwang Bayern Lawine Hotel © APA/dpa/Benjamin Liss

Schock im Allgäu

Lawine krachte in Wellness-Bereich von Hotel

In Bayern kam es zu mehreren Lawinenabgängen und Überschwemmungen.

Auch in Bayern haben zu Wochenbeginn Schnee-und Regenfälle weiterhin die Einsatzkräfte gefordert. Eine Lawine traf Montagfrüh ein Hotel im Winterskiort Balderschwang, verletzt wurde nach Angaben eines Polizeisprechers niemand. Die Lawine mit einer Breite von 300 Metern drückte Fenster des Hotels ein, Schnee drang ins Gebäude ein. Im Norden Bayerns traten unterdessen Flüsse über die Ufer.

Einsatzkräfte konnten zunächst nicht mit Räumungsarbeiten bei dem Hotel im Allgäu beginnen. Experten mussten zuerst klären, ob sich weitere Schneebretter lösen könnten. Für die bayerischen Alpen galt die zweithöchste Lawinenwarnstufe. Die Zufahrt zur Gemeinde Balderschwang war wegen der Gefahr von Abgängen seit Sonntag gesperrt. Rund 1.300 Menschen saßen in dem Skiort fest. Am späten Sonntagabend hatte eine Lawine Teile der Bundesstraße 305 im Landkreis Berchtesgadener Land verschüttet. Verletzt wurde niemand, der Streckenabschnitt blieb gesperrt.

Seehofer besucht Einsatzkräfte

Bundesinnenminister Horst Seehofer will sich am Montag ein Bild von dem seit Tagen andauernden Schneechaos in den bayerischen Alpen machen. Er besucht Helfer und Einsatzkräfte in Berchtesgaden und Neukirchen am Teisenberg. In Niederbayern entspannte sich in der Nacht hingegen die Lage. Die Zufahrtsstraßen zum Wintersportort Sankt Englmar bei Straubing sind wieder offen. Die Lifte im Skigebiet, Langlaufloipen und Wanderwege bleiben aber bis auf Weiteres geschlossen.

Balderschwang Bayern Lawine Hotel © APA/dpa/Benjamin Liss

Auch Überschwemmungen in Bayern

Mehrere Flüsse und Bäche in Bayern traten in der Nacht über die Ufer. Vor allem in der Mitte und im Norden des Bundeslandes wurden teilweise Felder und Wiesen überflutet. Für den oberfränkischen Landkreis Kulmbach warnten die Behörden vor Überschwemmungen in bebauten Gebieten.

Auch in der Region Mittelfranken stellte sich die Polizei auf Überschwemmungen ein. "Das Hochwasser kommt langsam", sagte eine Polizeisprecherin in der Früh. In Niederbayern stiegen einem Polizeisprecher zufolge die Wasserstände leicht an. Straßen seien aber noch nicht überflutet.
 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 22
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20

Teils Sonne, teils Wolken, einzelne Schauer. 7/19°

Anfangs sind vor allem an der Alpennordseite sowie im Norden viele Wolken und auch durchziehende Regenschauer unterwegs. Sonst ist es meist noch trocken und auch zeitweise sonnig. Am Nachmittag ist es im Westen schon länger sonnig und meist trocken und auch im Norden und Osten lockern die Wolken nach Durchzug lokaler Schauer langsam auf. Im Süden und Südosten hingegen muss am Nachmittag dann mit lokalen Schauern gerechnet werden. Der Wind weht schwach bis mäßig aus West bis Nordwest. Tageshöchsttemperaturen 15 bis 21 Grad. Heute Nacht: Mit steigendem Luftdruck verläuft die Nacht verbreitet gering bewölkt, aber meist trocken und zeitweise sogar sternenklar. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen der Nacht 2 bis 10 Grad.
mehr Österreich-Wetter