02. Februar 2016 | 10:30 Uhr

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El Nino

Dürre in Äthiopien: Österreich erhöht Hilfe

Mehr als 10 Millionen Menschen sind von Nahrungsmittelhilfe abhängig.

Angesichts der extremen Dürre in Äthiopien hat Österreich weitere Hilfsgelder für das Land am Horn von Afrika zugesagt. Insgesamt macht die Regierung in diesem Jahr 6,6 Millionen Euro locker. "Wir müssen jetzt agieren um eine dramatische Ernährungskrise abzuwenden", sagte Außenminister Sebastian Kurz (ÖVP) am Montag bei einem Besuch im Osten Äthiopiens.

Auswirkungen von El Niño

Auf die aktuelle Notsituation in dem ostafrikanischen Land - über zehn Millionen Menschen sind auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen - reagiert Österreich einerseits mit einer "Umwidmung" von laufenden Projekten. Zusätzlich werden drei Millionen Euro in den EU-Afrika-Trustfonds zur Stärkung von Ernährungssicherheit fließen.

Die äthiopische Regierung rechnet damit, dass im laufenden Jahr bis zu 20 Millionen Menschen auf Nahrungsmittelhilfe angewiesen sein werden. Die beiden jüngsten Regenperioden - eine kurze im Frühjahr und eine größere im Sommer - brachten wegen des Wetterphänomens "El Niño", das das Wasser im pazifischen Ozean erwärmt, nur wenig Niederschlag. Traditionell sind für die meisten Weizen und andere Getreidearten die Nahrungsgrundlage - vor allem für die ländliche Bevölkerung gibt es deshalb bei Ernteausfällen wegen Dürreperioden wenig Alternativen.

6,6 Millionen Euro
Insgesamt leistet Österreich in Äthiopien Hilfe in Höhe von 6,6 Millionen Euro. Neben den drei Millionen Euro für das EU-Projekt gehen zwei Millionen Euro an ein von der Weltbank verwaltetes Projekt - ebenfalls zur Nahrungsmittelsicherheit - vor allem für ländliche Haushalte, die chronisch unter Nahrungsmittelknappheit leiden. Diese insgesamt fünf Millionen Euro stammen aus Mitteln der Austrian Development Agency (ADA), der Agentur der Österreichischen Entwicklungszusammenarbeit (OEZA), die die staatlichen EZA-Gelder verwaltet.

Saatgut
Weitere 800.000 Euro werden aus dem Auslandskatastrophenfonds (AKF) für einen "Call for proposals" für österreichische Hilfsorganisationen zur Verfügung gestellt. "Damit können zum Beispiel in einem Zeitraum von circa acht Monaten rund 13.000 Kinder unterstützt, 20.000 Haushalte von bis zu sieben Personen mit Saatgut versorgt werden, sowie knapp 5.000 Frauen je zwei Stück Kleinvieh erhalten", erklärte Kurz.

Mit zusätzlichen 500.000 Euro wird das Internationale Komitee vom Roten Kreuz (IKRK) vom Landwirtschaftsministerium unterstützt, welches damit insbesondere Saatgut für die von der Dürre am meisten betroffene Bevölkerung zur Verfügung stellt. 250.000 Euro Nahrungsmittelhilfe wurden dem IKRK bereits im vergangenen Jahr zu Beginn der Dürreperiode zur Verfügung gestellt. Mit ebenfalls 250.000 Euro unterstützt die ADA in einem laufenden Projekt kleine Haushalte im Norden des Landes, mithilfe dessen die Auswirkungen von Ernteausfällen abgefedert werden soll.
 

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Meist viel Sonne, im W. Wolkenaufzug. 0/13°

Unter abnehmendem Hochdruckeinfluss steht abseits der Nebelregionen ein sehr sonniger letzter Februartag bevor. Nebelfelder sind im Donauraum, im Waldviertel aber auch im Südosten zu erwarten und lösen sich bis Mittag meist auf. In weiten Teilen des Landes scheint die Sonne nahezu ungestört, lediglich ein paar harmlose Schleierwolken ziehen durch. Am Nachmittag kommen dann im Westen erste dichtere Wolken auf. Dabei bleibt es vorerst aber noch trocken. Der Wind weht meist nur schwach, im Nordosten mäßig aus östlichen Richtungen, alpennordseitig wird es gebietsweise leicht föhnig. Tageshöchsttemperaturen 11 bis 18 Grad, mit den höchsten Werten im leicht föhnigen Westen. Heute Nacht: Im Westen ziehen schon dichte Wolken und erste Regenschauer auf, Schnee fällt erst oberhalb von rund 1800m Seehöhe. Sonst startet die Nacht gering bewölkt und zum Morgen hin bilden sich gebietsweise Nebel- oder Hochnebelfelder. Der Wind weht nur schwach. Tiefsttemperaturen der Nacht minus 4 bis plus 6 Grad.
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