21. März 2019 | 22:57 Uhr

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Mega-Zyklon in Mosambik

260.000 Kinder in Lebensgefahr

Dramatische Folgen des Zyklons 'Idai' in Mosambik: Leichenhäuser sind voll, Seuchen drohen. 

Beira. Die Not der Bevölkerung des vom Zyklon „Idai“ mit voller Wucht getrof­fenen Mosambik ist extrem: Es herrsche ein „apokalyptischen Chaos“, sagte Simaio Mahumana, Direktor von SOS-Kinderdorf in Mosambik. Tausende Menschen, ­darunter Familien und Kinder, seien obdachlos, ohne Nahrung, ohne medi­zinische Versorgung. Rund 260.000 Kinder in der Hafenstadt ­Beira und deren Umgebung seien in lebensbedrohlicher Gefahr, warnt Simaio Mahumana.

Leichenhaus voll. Das Leichenhaus der Stadt ist völlig überlastet. Es gibt noch immer keinen Strom in der Stadt, die hygienischen Zustände sind miserabel, die Seuchengefahr ist riesig, auch wegen der großflächigen Überschwemmungen. Rund um Beira habe sich ein 125 Kilometer langer und 11 Meter tiefer See gebildet. In dem Gebiet lebten vorher Hunderttausende Menschen. Mindestens 15.000 sitzen auf kleinen Landflecken fest. Ihre Rettung sei ein „Rennen gegen die Zeit. Jede Minute zählt“, sagte Mosambiks Umweltminister Celso Correira. Bisher wurden in Mosambik rund 300 Tote gezählt, im benachbarten Simbabwe 100. 

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