03. Dezember 2019 | 09:50 Uhr

Klimawandel © Getty Images

Klimakrise

2010 bis 2019 heißestes Jahrzehnt seit 1850

Dies teilte die UNO am Dienstag bei der Weltklimakonferenz in Madrid mit

Die Durchschnittstemperatur der Jahre 2010 bis 2019 ist der Weltwetterorganisation (WMO) zufolge mit größter Wahrscheinlichkeit höher als je zuvor in einem Jahrzehnt seit Beginn der Messungen gewesen. 2019 dürfte das zweit- oder drittwärmste Jahr werden, berichtete die Organisation am Dienstag bei der UN-Weltklimakonferenz in Madrid in ihrem vorläufigen Klima-Statusreport.
 
Die Durchschnittstemperatur lag 2019 demnach etwa 1,1 Grad über dem Niveau der vorindustriellen Zeit (1850-1900). Die Einschränkung "mit größter Wahrscheinlichkeit" ist nötig, weil das Jahr noch nicht zu Ende ist. Seit den 1980er-Jahren sei jedes Jahrzehnt wärmer gewesen als das jeweilige davor, hieß es von der WMO.
 
Wie die Organisation bereits am 25. November berichtete, nahm die Konzentration klimaschädlicher Treibhausgase in der Atmosphäre weiter bedrohlich zu. Die CO2-Konzentration stieg binnen eines Jahres von 405,5 ppm (Teilchen pro Million Teilchen) auf einen Rekordwert von 407,8 ppm. Die Durchschnittstemperatur der Ozeane sei ebenfalls auf Rekordwert, und die Ozeane seien 26 Prozent saurer als zu Beginn der Industrialisierung. "Wenn wir nicht dringend etwas unternehmen, steuern wir auf einen Temperaturanstieg von mehr als drei Grad bis Ende des Jahrhunderts zu, mit immer schädlicheren Folgen für die Menschen", sagte WMO-Generalsekretär Petteri Taalas.
 
In Madrid findet derzeit die 25. UN-Klimakonferenz mit Delegationen aus 196 Staaten sowie der EU statt. Dort sollen ehrgeizigere Klimaschutzpläne vorbereitet werden. Kommende Woche werden dort Minister aus vielen Ländern erwartet.
 

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Viel Sonne, im Südosten länger bewölkt. 4/17°

Unter Zwischenhocheinfluss setzt sich in den meisten Landesteilen sonniges und trockenes Wetter durch. Vor allem im Südosten halten sich jedoch Störungsreste in Form von ein paar dichteren Wolken oder hochnebelartiger Bewölkung länger. Hier kann sich im Laufe des Nachmittags die Sonne nur langsam behaupten. Während der Abendstunden treffen schließlich von Westen erste dichtere Wolken einer Störung ein, die mitunter in Tirol und Vorarlberg lokalen Regen bringen. Der Wind weht schwach bis mäßig, meist aus Ost bis Südwest bei Nachmittagstemperaturen zwischen 11 und 24 Grad. Die höchsten Temperaturen werden in den westlichen Landesteilen gemessen. Heute Nacht: In der Nacht auf Sonntag erreichen Wolken einer schwachen Störung von Westen Österreich und breiten sich bis zum Morgen langsam ostwärts aus. Während der Morgenstunden kann es vor allem in Tirol und Vorarlberg örtlich mitunter auch regnen. In Teilen der Steiermark sowie generell am Alpenostrand muss außerdem mit lokalen Nebelfeldern gerechnet werden. Bei schwachem bis mäßigem Wind aus Ost bis Süd sinken die Temperaturen auf plus 12 bis minus 2 Grad.
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