30. Juni 2022 | 09:55 Uhr

Muren Kärnten © FB / Piendl

Aufräumarbeiten laufen an

Unwetter in Kärnten: Pöllinger Bach sorgt weiter für Probleme

Aufräumarbeiten in den von schweren Unwettern betroffenen Kärntner Gemeinden Treffen und Arriach sind am Donnerstag mit Unterstützung eines neu eingesetzten Katastrophenzugs der Feuerwehr wieder voll angelaufen. 

Aktuell habe man 200 Feuerwehrleute und 40 Fahrzeuge vor Ort, sagte Feuerwehrsprecher Martin Sticker zur APA. Der Fokus liegt auf der Wiederherstellung der wichtigsten Infrastruktur und der Versorgung der teilweise in den Häusern eingeschlossenen Bevölkerung.

Muren Kärnten © FB / Piensl

Arriach war weiterhin nur mit dem Hubschrauber erreichbar. Vorsorglich wurden zwei Notfallsanitäter in den Ort geflogen. Das Bundesheer will eine provisorische Straße von Himmelberg aus nach Arriach errichten. Im Ort dürften die Schäden nicht so groß sein wie in Treffen. An der Straße von Treffen durch die Klamm nach Afritz werde auch gearbeitet. Für Probleme sorgte weiterhin der Pöllinger Bach, der von der Gerlitze nach Treffen fließt. "Er bringt noch immer sehr viel Material mit", sagte Sticker. Man werde versuchen, mit schwerem Gerät eine erst kürzlich fertig gestellte Geschiebesperre zu leeren, damit sie wieder Geröll zurückhalten kann. Der Wall hatte schon in der Nacht auf Mittwoch Schlimmeres verhindert hatte und war entsprechend voll.

Insgesamt waren am Donnerstag fünf Hubschrauber im Einsatzgebiet - zwei von der Polizei, drei vom Bundesheer. Durchgeführt werden Versorgungs-, Erkundungs- und Transportflüge, sagte Christoph Hofmeister vom Militärkommando. Die rund 100 Soldaten im Katastrophengebiet arbeiteten vor allem an der Wiederherstellung der Verkehrswege. Muren und Hochwasser hatten zahlreiche Straßen und Brücken zerstört. Zwei Hubschrauber waren am Donnerstag für die Monteure des Energieversorgers Kelag abgestellt. Sie sollen zu Schadstellen geflogen werden, um die Stromversorgung wieder herzustellen. Insgesamt waren am Donnerstag rund 500 Einsatzkräfte im Katastrophengebiet.
 

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Teils wolkig, oft sonnig. 13/25°

An der Alpennordseite und im Norden ist es am Vormittag recht sonnig und überwiegend trocken. Im Bergland entstehen aber einige Quellwolken, die am Nachmittag einzelne Regenschauer mit sich bringen. An der Alpensüdseite hingegen sind deutlich mehr dichte Wolken am Himmel und es gehen immer wieder Regenschauer nieder. Am Nachmittag werden die Schauer häufiger und kräftiger, auch die Gewitterneigung steigt. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest bis Nord. Tageshöchsttemperaturen 19 bis 26 Grad. Heute Nacht: Am Abend lockert es allmählich auf, Wolken und Restschauer halten sich aber vor allem in Salzburg und Oberösterreich hartnäckig. Überall sonst verläuft die Nacht auf Mittwoch meist trocken und nur gering bewölkt bis wolkenlos. Der Wind weht meist nur schwach. Tiefsttemperaturen 6 bis 15 Grad.
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