30. Dezember 2014 | 12:26 Uhr

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Monats-Wetter-Bilanz

Trotz Kälte war der Dezember zu mild

Extrem: Von +18,4 auf -25,7 Grad. Der Dezember bleibt insgesamt zu warm.

Der Dezember dürfte sich trotz der derzeit herrschenden eisigen Temperaturen unter den 15 wärmsten Dezember-Monaten der Messgeschichte einreihen. Außerdem war es österreichweit gesehen um 20 Prozent trockener als im Mittel - und Schneefall gab es selten, berichtete die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Dienstag.

Zu wenig Schnee:
In Innsbruck zum Beispiel gab es nur fünf Tage mit Schneedecke statt durchschnittlich 14 Tagen. Lange hat es in diesem Winter überhaupt nicht nach dementsprechender Wetterlage ausgesehen. Zeitweise war es sogar extrem mild. Mit 18,4 Grad Celsius wurde am 19. Dezember in Reichenau an der Rax (NÖ) die höchste Temperatur des Monats gemessen. Das absolute Dezemberminimum der Lufttemperatur bis zum heutigen Tag wurde am 29. Dezember mit minus 25,7 Grad am Brunnenkogel (Tirol, 3.437 Meter Seehöhe) erreicht.

Insgesamt war es zu warm:
Der Kaltlufteinbruch ab 26. Dezember konnte nicht mehr verhindern, dass dieser Dezember einer der wärmsten der Messgeschichte wird, sagte Experte Robert Klonner. "Der Dezember 2014 wird 2,4 Grad Celsius über dem vieljährigen Mittel liegen. Das bedeutet einen Platz unter den 15 wärmsten Dezember-Monaten seit Beginn der Messungen im Jahr 1767."

Wegen der hohen Temperaturen gab es im Großteil des Monats in tiefen Lagen Regen statt Schnee. Wie in Innsbruck gab es auch in Wien nur fünf Tage mit einer Schneedecke - im langjährigen Mittel sind acht Tage.

Zu wenig Niederschlag:
Aber auch die Summe aus Schneefall und Regen war in diesem Dezember deutlich unter dem vieljährigen Durchschnitt. "Österreichweit gesehen lagen die Niederschlagsmengen etwa 20 Prozent unter dem Mittel", sagte ZAMG-Klimatologe Klonner, "wertet man die Regionen im Detail aus, ergibt sich das größte Defizit an der Nordseite der Alpen, im Gebiete von den Loferer Steinbergen bis zum Semmering, mit 25 bis 60 Prozent weniger Niederschlag als im Klima-Mittel."

Mehr Sonne:
Große regionale Unterschiede brachte in diesem Dezember die Sonnenscheindauer. Von Oberösterreich über Niederösterreich bis in die Südoststeiermark zeigte sich die Sonne um zehn bis 30 Prozent länger als im Mittel, vereinzelt im Wald- und Weinviertel sogar um 70 bis 85 Prozent länger. Von Vorarlberg bis in die Obersteiermark gab es dagegen um 20 bis 45 Prozent weniger Sonnenstunden im Mittel.

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Im W viel Sonne, im O mehr Nebel, -5/+4°

Von Vorarlberg entlang der Alpennordseite bis Oberösterreich scheint abseits lokaler Nebel- und Hochnebelfelder die Sonne verbreitet. Weiter im Osten und Süden liegen hingegen in tiefen Lagen und im Waldviertel verbreitet Nebel und Hochnebel zäh. Chancen auf sonnige Aufhellungen bleiben gering. Mitunter können aus der feuchten Schicht auch ein paar Schneeflocken fallen. Oberhalb des Hochnebels scheint aber auch hier die Sonne. Der Wind aus Ost bis Süd frischt im Bergland und im Osten Österreichs deutlich auf. Die Nachmittagstemperaturen je nach Wolken, Nebel und Sonne minus 2 bis plus 9 Grad, mit den höchsten Werten im föhnigen Westen. Heute Nacht: In tiefen Lagen sowie auch Waldviertel liegen in der Nacht auf Dienstag Nebel und Hochnebel von unterschiedlicher Beständigkeit. Abseits des Nebels, vor allem aber im Bergland, verläuft die Nacht hingegen zunächst gering bewölkt. Von Süden ziehen aber allmählich mehr und mehr Wolken auf und mit diesen setzen in Osttirol und Oberkärnten Regen und Schneefall ein. Der Wind weht in den Föhntälern an der Alpennordseite sowie im Osten Österreichs mäßig bis lebhaft, sonst schwächer aus Ost bis Süd. Die Tiefsttemperaturen minus 9 bis plus 1 Grad.
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