27. Oktober 2018 | 11:45 Uhr

Berlin Starkregen © Reuters

Hochwasser-Angst

Starkregen-Warnung für Teile Österreichs

Hochwasser-Angst in Österreich: Es werden bis zu 250 Liter pro Quadratmeter Regen erwartet.

Starkregen-Warnung der ZAMG: Besonders in Osttirol und Oberkärnten dürfte es von Samstag bis Dienstag verbreitet 120 bis 180 Liter pro Quadratmeter regnen. Vereinzelt können es sogar etwa 250 Liter pro Quadratmeter sein, vor allem an der Grenze zu Italien. "Muren und Überschwemmungen sind möglich", warnte die ZAMG.
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Mittelmeertief bringt Wassermassen

Am Samstag entsteht im westlichen Mittelmeerraum ein Tiefdruckgebiet, das besonders im Gebiet von den Balearen über Italien bis nach Kroatien und Slowenien viel Regen bringt. Auch Österreich ist betroffen. "Mit diesem Mittelmeertief stauen sich an der Südseite der Alpen Regenwolken und hier kommen sehr große Regenmengen zusammen", sagte Christian Pehsl von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Vom Tiroler Alpenhauptkamm über Osttirol und die südlichen Regionen von Salzburg bis Oberkärnten regnet es von Samstag bis Dienstag verbreitet zwischen 120 und 180 Liter pro Quadratmeter. Stellenweise kommen sogar um die 250 Liter pro Quadratmeter zusammen, besonders an der Grenze zu Italien, wie in den Karnischen Alpen."
 
Der viele Regen kann in den nächsten Tagen Muren und zumindest kleinräumige Überschwemmungen verursachen. "Es regnet hier im Südwesten Österreichs in nur wenigen Tagen so viel wie in einem durchschnittlichen gesamten Oktobermonat", erklärte Pehsl. "Die Bäche und Flüsse führen derzeit noch relativ wenig Wasser. Aber die Pegel werden in den nächsten Tagen deutlich steigen. Denn es regnet bis ins Hochgebirge, da die Schneefallgrenze im Süden oberhalb von 2000 Meter liegt", so der Meteorologe.
 

Süden besonders betroffen

Von ein paar Auflockerungen abgesehen überwiegt die starke Bewölkung und es regnet allmählich überall, teils auch intensiv, vor allem im Südwesten und in den Südstaulagen. Die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite auf 1000 bis 1500, in Vorarlberg bis zum Abend teils sogar bis 700m. Im Süden bleibt sie meist zwischen 1500 und 2500m. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest bis Nordost, nur in Osttirol und Kärnten bläst er teils lebhaft, auf den Bergen sogar stürmisch aus südlichen Richtungen. Frühtemperaturen 3 bis 11 Grad, Tageshöchsttemperaturen zwischen 7 Grad im Waldviertel und bis zu 16 Grad im Grazer Becken.
 
Prognose Sonntag
Mit einer föhnigen Südströmung stauen sich am Sonntag an die Alpensüdseite dichte Wolken und Regen. Vor allem in Osttirol und Oberkärnten regnet es zum Teil intensiv. Auch weiter im Norden und Osten zeigt sich neben dichten Wolken die Sonne nur kurz. Örtlich muss außerdem mit Regen gerechnet werden. Vor allem nachmittags intensiviert sich in Salzburg und Oberösterreich der Niederschlag deutlich. Die Schneefallgrenze steigt im Tagesverlauf rasch auf Lagen über 2000m Seehöhe. Die vorherrschende Windrichtung ist Südost bis Südwest. Aus ihr weht der Wind vor allem alpennordseitig sowie am Alpenostrand und über dem östlichen Flachland teilweise lebhaft, in den Föhnstrichen auch stark. Frühtemperaturen 3 bis 11 Grad, Tageshöchsttemperaturen 8 bis 20 Grad.
 
Prognose Montag
Südlich des Alpenhauptkammes setzt sich das trübe und nasse Wetter am Montag bis zum Abend weiter fort. Vor allem in Osttirol und Oberkärnten kann es nach wie vor sehr kräftig regnen. Weiter im Norden und Osten wechseln hingegen bis zum Abend Sonnenschein und ein paar dichtere Wolken. Abgesehen von zeitweilig leichtem Regen im nördlichen Alpenvorland bleibt es aber bis zum Abend weitgehend trocken. Der Wind kommt aus südlichen Richtungen und weht mäßig bis lebhaft. Nach vier bis zehn Grad in der Früh liegen die Tageshöchsttemperaturen bei elf bis 21 Grad.
 
Prognose Dienstag
Am Dienstag geben vor allem südlich des Alpenhauptkammes in Osttirol und Kärnten nach wie vor dichte Wolken und zum Teil intensiver Regen den Ton im Wettergeschehen an. Auch sonst startet der Tag noch mit einigen Restwolken und lokalem Regen. Im Tagesverlauf beruhigt sich hier jedoch das Wetter deutlich. Damit kann sich auch die Sonne immer besser in Szene setzen. Der Wind kommt aus Südost bis Südwest und weht vor allem um den Alpenhauptkamm teilweise lebhaft bis stark, im Bergland auch stürmisch. In der Früh umspannen die Temperaturen vier bis 17 Grad, tagsüber neun bis 21 Grad.
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