18. August 2024 | 10:25 Uhr

THUMERSBACH © APA/EXPA/ JFK

Pinzgau

Mure verschüttet Haus in Zell am See: Bewohner schwer verletzt

Der Salzburger Pinzgau wurde am Samstag von schweren Unwettern heimgesucht. 

Eine Mure hat in der Nacht auf Sonntag in Thumersbach in Zell am See einen Schwerverletzten gefordert. Die Geröllmassen sind in ein Haus eingedrungen und haben den Bewohner erwischt. Die Rettung des Verletzten gestaltete sich äußerst schwierig, hieß es bei der Feuerwehr Zell am See.

Kaprun © APA/EXPA/ JFK

Anfangs habe es gar kein Durchkommen gegeben, die Zufahrt war von Geröllmassen blockiert, berichtete die Feuerwehr. Man habe den Notarzt mit einem Unimog zum Verletzten bringen müssen. Insgesamt standen in Salzburg in der Nacht elf Feuerwehren mit mehr als 260 Helfern in Dauereinsatz. Der Schwerpunkt lag im Pinzgau, vor allem Kaprun und Zell am See waren betroffen, großteils waren Vermurungen zu beseitigen. Auch am Vormittag hatten die Einsatzkräfte noch alle Hände voll zu tun.

Pinzgau © VOGL-Perspektive

Lage sehr kritisch

In Kaprun war die Lage "sehr kritisch", berichtete Bürgermeister Domenik David (SPÖ). Die Feuerwehr musste Verkehrswege freimachen, überflutete Gebäude auspumpen und diverse Bäche wieder ins Bachbett zurückleiten. Am Schaufelberg gab es mehrere Erdrutsche, die Zufahrt zu den Stauseen und der Gletscherbahn war gesperrt. Die Geröllsperren seien nach Unwettern vor einigen Tagen bereits ziemlich voll und müssten nun geleert werden, so der Ortschef. Zwei Häuser am Schaufelberg seien derzeit von der Außenwelt abgeschnitten und es sei ihre Wasserversorgung bedroht, hier arbeite man an einer Ersatzlösung. Verletzte wurden aus Kaprun nicht gemeldet.

Schauffelberg © APA/EXPA/ JFK

Im Gemeindegebiet von Niedernsill hat in der Nacht eine Mure die Mittersiller Straße (B168) verschüttet. Verletzt wurde niemand, auch Gebäude blieben verschont. Die Feuerwehr hat die Straße mittlerweile gereinigt und wieder befahrbar gemacht.

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Teils Frühnebel, im S Wolken. Sonst sonnig. 4/17°

Vor allem in inneralpinen Becken und Tälern, aber auch in den Niederungen im Norden und Osten liegen während der ersten Stunden Nebel- oder Hochnebelfelder zäh bis weit in den Tag hinein. Davon abgesehen präsentiert sich das Wetter meist sonnig und trocken. Lediglich südlich des Alpenhauptkammes stauen sich im Tagesverlauf deutlich mehr Wolken und hier ist bis zum Abend zeitweise mit Regen und mit Regenschauern zu rechnen. Vor allem vom Brenner bis zu den Hohen Tauern bläst föhniger Südwind. Sonst weht tagsüber schwacher bis mäßiger, im Osten mitunter lebhafter Wind aus Ost bis Süd. Die Frühtemperaturen minus 2 bis plus 10 Grad, die Tageshöchsttemperaturen 13 bis 21 Grad, mit den höchsten Werten im föhnigen Westen.
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