07. November 2018 | 13:51 Uhr

Kartoffel © BMNT Alexander Haiden

Dürre & Schädlinge

Kartoffel-Katastrophe: Uns gehen die Erdäpfel aus

Schädlinge und Dürre dürften rund 70 Prozent der heimischen Erdäpfelernte beschädigt haben.

Rund 70 Prozent der heimischen Erdäpfelernte dürften heuer Schädlingen und der Dürre zum Opfer gefallen sein, schreiben die "Oberösterreichischen Nachrichten" (Mittwoch-Ausgabe) unter Verweis auf Bauernvertreter. Die Kartoffelbauern üben nun Kritik am von den Handelsketten forcierten Insektizide-Verzicht.

"Wir können den Ausfall noch nicht genau bemessen", sagt Anita Kamptner, Geschäftsführerin der Interessengemeinschaft Erdäpfelbau (IGE) der Zeitung. Es werde sich erst herausstellen, wie viel Ware der Lebensmittelhandel trotz der Schäden abnehme und wie viel weggeworfen werden muss. Rund 30 Prozent der Ernte seien vom Drahtwurm angefressen und unverkäuflich. Mindestens ebenso viel sei aufgrund der trockenen Witterung und anderer Schädlinge ziemlich unansehnlich. Der Handel werde sie wohl ablehnen, erwartet die Interessengemeinschaft Erdäpfelbau.
 

Im Frühjahr 2019 ist Schluss

Die Kartoffelbauern sind über die Umweltmaßnahmen der Handelsketten in Zusammenarbeit mit Umweltorganisationen (NGOs) verstimmt. Die Händler kaufen von den heimischen Bauern nur Kartoffeln, wenn sie auf Pestizide verzichten. Voraussichtlich werden die heimischen Erdäpfel im Frühjahr 2019 ausgehen; dann wird importiert.

Trockenheit und Insekten haben vor allem den niederösterreichischen Kartoffelbauern zugesetzt, die 95 Prozent der heimischen Speiseerdäpfel erzeugen. Oberösterreich blieb halbwegs verschont. Von Spar werden die Vorwürfe zurückgewiesen. "Auch bei Bauern, die Insektizide eingesetzt haben, beträgt der Ernteausfall 30 bis 50 Prozent. Wir wollen dieses giftige Zeug nicht in unserer Ware haben und handeln dabei im Interesse unserer Kunden", sagte Spar-Konzernsprecherin Nicole Berkmann zu den "Oberösterreichischen Nachrichten".
 

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Immer wieder Regenschauer. 4/15°

Eine atlantische Störungszone zieht heute tagsüber in abgeschwächter Form über Österreich. Am Nachmittag lockern die Wolken im Westen teils wieder auf, in der Osthälfte ist es mit verbreiteten Regenschauern stark bewölkt. Die Schneefallgrenze liegt zwischen 1500 und 1900m. Zwischenzeitliche Auflockerungen lassen Haufenwolken wieder anwachsen und neuerlich Regenschauer entstehen, im Südosten sind auch ein paar Blitze möglich. Der Wind aus West bis Nordwest und frischt im Donauraum lebhaft auf. Nachmittagstemperaturen 11 bis 18 Grad. Heute Nacht: Im Süden und Südosten halten sich noch Restwolken und anfangs gehen dort noch Schauer nieder. Sonst verläuft die Nacht vielfach gering oder veränderlich bewölkt. Zum Morgen hin bilden sich lokale Nebelfelder. Der Wind weht schwach. Tiefsttemperaturen der kommenden Nacht minus 2 bis plus 5 Grad.
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