21. Jänner 2020 | 23:27 Uhr

Grippe © Getty Images

Ende noch nicht in Sicht

Jetzt Epidemie: Grippewelle explodiert

Den Höhepunkt der Erkrankung erwarten Experten in zwei bis drei Wochen.

Wien. Ein Klassenzimmer mit nur sechs Schülern, ein Kindergarten, in dem die Hälfte der Kinder fehlt: Die Grippewelle hat Österreich mit voller Wucht erreicht. Auch in der vergangenen Woche sind die Zahlen rasant gestiegen. 30.000 neue Erkrankungen gab es landesweit. Alleine in Wien waren es 8.000 Menschen, die sich neu mit der richtigen Grippe, der Influenza, infiziert haben. Sozialmediziner Michael Kunze: „Wir sprechen hier bereits von einer ausgewachsenen Influenza-Epidemie.“ Insgesamt liegen in Österreich bereits weit mehr als 50.000 Menschen mit Influenza im Bett.

Ein Ende der Grippewelle ist noch lange nicht in Sicht. Insgesamt sollen 550.000 Österreicher an der Grippe erkranken. Wie viele Todes­fälle es geben wird, ist noch nicht ersichtlich. Im Vorjahr belief sich die Zahl auf 1.400 Menschen.

Fieberschub. Den Höhepunkt der Erkrankung erwarten Experten in zwei bis drei Wochen. Erschreckend: Geimpft sind gegen die schwere Krankheit, die bis zu zwei Wochen andauern kann, nur rund sieben Prozent der Bevölkerung.

Das Problem: „Die Grippe wird nicht wirklich ernst ­genommen“, erklärt Kunze. Dass es sich um keine leichte Erkältung handelt, sollte aber bekannt sein. „Eine Impfung lohnt sich auf jeden Fall“, so der Sozialmediziner. Gesundheitsminister Rudi Anschober ging mit gutem Beispiel voran und ließ sich kürzlich impfen (siehe Foto). „Generell muss es ein Ziel Österreichs sein, die Impfquote zu erhöhen“, sagt Anschober.

Vera Russwurm: »Hatte Grippe«

ÖSTERREICH: Sie hatten Grippe – wie geht es Ihnen?

Vera Russwurm: Zum Glück bin ich jetzt wieder fieberfrei. Die Grippe ist unglaublich kräfteraubend. Die ersten Tage wollte und konnte ich überhaupt nichts machen. Ich habe auf den Zuckerbäckerball und sogar auf „Komm hilf Vera“, Skifahren für den guten Zweck, verzichtet, lag nur im Bett.

ÖSTERREICH: Was können Sie anderen Betroffenen raten?

Russwurm: Wenn man sich wieder fitter fühlt, nicht sofort aufspringen. Der Körper muss sich wieder richtig von der schweren Krankheit erholen und Abwehrkräfte sammeln.

(mko)

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Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone liegt über der Westhälfte Österreichs und verlagert sich kaum. Hier überwiegen meist die Wolken und aus der Nacht heraus regnet und schneit es zunächst noch regional, tagsüber kommt es nur noch zu lokalen Schauern über den Bergen. Schnee fällt zunächst auf 500 bis 900m, im Süden auf 1200m Seehöhe herab. Freundlicher und sonniger ist es im Osten und Südosten. Der Wind weht schwach bis mäßig aus Nordwest bis Ost. Frühtemperaturen minus 1 bis plus 5 Grad, Tageshöchsttemperaturen meist 7 bis 12 Grad, mit Sonne im Osten und Südosten 13 bis 16 Grad.
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