19. Oktober 2022 | 10:28 Uhr

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Wärmster Oktober aller Zeiten?

Extrem mild: Oktober auf Rekordkurs

Es könnte der wärmste Oktober der Messgeschichte werden. Es ist weiter kein Kaltlufteinbruch in Sicht.

Die milden Temperaturen der vergangenen Tage haben den Oktober auf Rekordkurs gebracht: Er wird mit sehr großer Wahrscheinlichkeit einer der drei wärmsten Oktober der Messgeschichte, möglicherweise sogar der wärmste, lautet die Zwischenbilanz der ZAMG, eineinhalb Wochen vor Ende des Monats.

"Berücksichtigt man den bisherigen Verlauf und den Prognosetrend für die nächsten Tage, ist dieser Oktober im Tiefland Österreichs so gut wie sicher einer drei wärmsten der 256-jährigen Messgeschichte", sagte Alexander Orlik von der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG). "Nach aktuellem Stand der Prognose könnte es sogar der wärmste Oktober der Messgeschichte sein, knapp vor dem Oktober in den Jahren 1795, 1811 und 2001. Die endgültige Platzierung hängt davon ab, ob es gegen Monatsende vielleicht doch noch einen Kaltlufteinbruch gibt."

Kein Kaltlufteinbruch in Sicht

Derzeit ist noch kein Kaltlufteinbruch in Sicht. In den nächsten Tagen ist es mit Höchstwerten zwischen 14 und 20 Grad weiterhin deutlich zu mild für die Jahreszeit. Zum Vergleich: In den vergangenen Jahrzehnten (Klimaperiode 1991 bis 2020) lagen die typischen Höchstwerte in den letzten zehn Oktobertagen im Tiefland Österreichs zwischen etwa acht und 16 Grad.

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In einigen Regionen verlief der bisherige Oktober außerdem fast gänzlich ohne Niederschlag, vor allem im Gebiet von Osttirol und Kärnten über die südlichen Teile der Steiermark, das Burgenland und den Raum Wien bis zum Weinviertel und Waldviertel. Zum Beispiel regnete es in Klagenfurt bis zum 18. Oktober nur einen Millimeter (entspricht einem Liter pro Quadratmeter), in einem durchschnittlichen Oktober sind es im selben Zeitraum rund 40 Millimeter. Auf der Hohen Warte in Wien waren es bisher nur neun Millimeter, in einem durchschnittlichen Oktober sind es hier rund 20 Millimeter. Flächendeckend einige Millimeter Regen sind in den nächsten Tagen am ehesten am Samstag zu erwarten, so die ZAMG.

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Viel Sonne, im Südosten länger bewölkt. 4/17°

Störungsreste verlagern sich im Tagesverlauf langsam in Richtung Südosten. Damit kann sich bereits am Vormittag in den westlichen Landesteilen sowie auch von Oberösterreich ostwärts sonniges und trockenes Wetter durchsetzen. In Teilen Kärntens und der Steiermark halten sich Restwolken hingegen deutlich länger, einzelne Schauer im Bergland sind dabei auch möglich. Hier steigen oft erst am Nachmittag die Chancen auf längere sonnige Phasen. Gegen Abend hin ziehen dann in Vorarlberg erste kompakte Wolken einer erneuten Störungszone auf. Der Wind weht nur schwach. Die Frühtemperaturen minus 3 bis plus 7 Grad, Tageshöchsttemperaturen 12 bis 24 Grad, mit den höchsten Temperaturen im Westen.
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