16. Juni 2015 | 14:07 Uhr

bh1p.jpg © Bundesheer
bh2p.jpg © Bundesheer

Innsbruck

Bundesheer: "Phänomen" Grund für Heli-Crash

Flugunfallkommission legte Bericht  zur Absturzursache vor.

Der Absturz eines Bundesheer-Hubschraubers vom Typ OH-58 am 17. Juni des vergangenen Jahres bei einer Übung in Tirol wurde durch die fehlende Steuerungsfähigkeit des Heckrotors ausgelöst. Zu diesem Ergebnis kam die Flugunfallkommission des Bundesheeres nach Angaben vom Dienstag. Sie war vor einem Jahr zur Klärung eingesetzt worden.

Der Heckrotor habe seine Aufgabe, den Hubschrauber zu stabilisieren, nicht mehr ausführen können. Dieses Phänomen, als "loss of tail-rotor effectiveness" bekannt, sei durch mehrere Faktoren verstärkt worden: Der Hubschrauber habe sich im Landeanflug befunden, daher seien die Flughöhe gering und die Geschwindigkeit niedrig gewesen.

Der Absturz ereignete sich zudem in einer Höhe von etwa 2.100 Metern und damit im oberen Höhenspektrum des Helikopters. Die Maschine sei darüber hinaus bis zur erlaubten Gewichtsgrenze beladen gewesen, es hätten ungünstige Windverhältnisse geherrscht. Ein Absturz sei laut Kommission unter diesen Bedingungen nicht zu vermeiden gewesen.

Der Flugunfallkommission hätten Piloten, Flugsicherheitsoffiziere, ein Jurist, Mediziner, Flugtechniker, Meteorologen und Psychologen angehört. Die seinerzeit schwer verletzte Pilotin sei wieder dienstfähig, der ebenfalls schwer verletzte Soldat befinde sich nach wie vor in Rehabilitation. Die Staatsanwaltschaft Innsbruck sei noch zu keinem Ergebnis gekommen.

Der Bundesheer-Hubschrauber des Typs Bell OH-58 war im Rahmen der Übung "Schutz 2014" in der Wattener Lizum in Tirol abgestürzt. Dabei wurde ein Berufssoldat getötet. Zwei weitere wurden schwer verletzt.

 

Österreich Wetter

  • Jetzt
  • 23
  • 0
  • 1
  • 2
  • 3
  • 4
  • 5
  • 6
  • 7
  • 8
  • 9
  • 10
  • 11
  • 12
  • 13
  • 14
  • 15
  • 16
  • 17
  • 18
  • 19
  • 20
  • 21

Schwacher Störungseinfluss von SW. 6/13°

Eine Störungszone liegt heute Sonntag stationär über Österreich und schwächt sich dabei ab. Auch am Nachmittag sind dabei unergiebige Niederschläge zu erwarten, am ehesten südlich des Alpenhauptkammes sowie im Südosten. Dicht bewölkt ist es dabei von Vorarlberg bis ins Waldviertel, hier regnet es nur selten. Sonnenfenster nach Südosten hin lassen Haufenwolken immer wieder aufquellen, mit nachfolgenden Schauern. Schneefallgrenzen zwischen 1200 und 1600m. Der Wind weht schwach bis mäßig aus unterschiedlichen Richtungen. Nachmittagstemperaturen zwischen 7 und 16 Grad. Heute Nacht: Schwacher Störungseinfluss bringt auch während der kommenden Nacht vor allem alpennordseitig dichte Wolken und zwischen dem Tiroler Unterland und dem Waldviertel ein paar Regentropfen oder Schneeflocken oberhalb 1000m. Überall sonst ist es niederschlagsfrei bei veränderlicher Bewölkung. Im Donauraum bläst mäßiger Westwind. Tiefsttemperaturen zwischen 1 und 6 Grad.
mehr Österreich-Wetter