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12. Juni 2019 19:20
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Pegel leicht rückgängig

Hochwasserlage in Tirol angespannt, aber stabil

Die Hochwassersituation in Tirol ist auch am Mittwochabend angespannt, aber stabil geblieben.

Die Pegel in Innsbruck und Telfs waren laut Land Tirol in den frühen Abendstunden leicht rückgängig. So ging der Pegel in Innsbruck von einem Höchststand von 6,29 Meter auf 6,16 Meter zurück, in Telfs ging er von 5,10 Meter auf 5,07 Meter zurück.
 
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In Schwaz sank der Pegel von 5,42 Meter auf 5,37 Meter

Auch in der Bezirkshauptstadt Schwaz, in der eine Zivilschutzwarnung ausgegeben worden war, sank der Wasserstand leicht von 5,42 Meter auf 5,37 Meter. "Auch wenn sich die Pegelstände im Ober- als auch im Unterland Tirols als angespannt, aber stabil erweisen, bleiben alle bisher getroffenen Sicherheitsvorkehrungen vorerst aufrecht", betonte Landeshauptmann Günther Platter (ÖVP). 140 Feuerwehren waren im ganzen Land mit 600 Mitgliedern im Einsatz bzw. in Bereitschaft.
 
 
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Pegel des Inns wird vermutlich nicht mehr in großem Ausmaß steigen

"Auch wenn es nach wie vor noch Unsicherheitsfaktoren gibt, beispielsweise lokale Gewitter und Regen in den Schweizer Alpen, die in den nächsten Stunden noch zusätzlich Wasser zu uns bringen können, die Temperaturverteilung oder die bestehende Schneemenge auf den Bergen, dürften aus jetziger Sicht die Pegel entlang des Inns nicht mehr in großem Ausmaß steigen", berichtete LHStv. und Sicherheitsreferent Josef Geisler (ÖVP). Doch auch in den kommenden Tagen werden die Pegel noch auf Hochwasserniveau bleiben, meinte der LHStv.
 
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Ein erneuter, aber moderater Wasseranstieg wird erwartet

Aufgrund der Niederschläge in der Schweiz werde es in den kommenden Stunden noch zu einem moderaten Wiederanstieg der Pegel kommen, hieß es. Neuerliche Niederschläge im Einzugsgebiet der Ötztaler Ache und der Ruetz zeigen noch keine Entspannung der Abflusssituation am Inn, erklärte Markus Federspiel, Vorstand der Abteilung Wasserwirtschaft. Die punktuellen Niederschläge sollen noch in der Nacht abklingen. "Anschließend ist mit keinem großflächigem Regen bis Freitag zu rechnen. Für weitere konkrete Prognosen sind die Modelle in den nächsten Tagen erneut zu analysieren", erklärte Manfred Bauer von der ZAMG.
 
 
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Wasserausuferungen von Tels bis Kematen und von Hall bis Volders

Es war zu kleinflächigen Wasserausuferungen an den Radwegen von Telfs bis Kematen und von Hall bis Volders gekommen. Auch Felder in einigen Gemeinden entlang des Inns waren vom Hochwasser betroffen. In der Innsbrucker Altstadt wurde in der Bad- und der Herrengasse ein mobiler Hochwasserschutz aufgestellt.
 
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Straßen- und Radwegsperren

Zahlreiche Straßen- und Radwege mussten gesperrt werden. So wurden die Tiroler Straße (B171) zwischen dem Innsbrucker Stadtteil Kranebitten und Zirl, die Grießer Straße (L239) ab dem Kreisverkehr Längenfeld bis zur Abzweigung Gries und die Unterinntal Landesstraße (L215) zwischen Jenbach und Stans gesperrt. Der Inntal-Radweg war in Kufstein, Niederbreitenbach, St. Gertraudi/Brixlegg, Hall und Innsbruck teilweise nicht mehr befahrbar. Zudem wurden in Innsbruck die Karwendel Brücke, der Emile-Bethouard Steg, der Hans Psenner Steg und die New Orleans Brücke gesperrt, ebenso wie die Fußgängerbrücke an der Unteren Lend in Hall, die Montanwerksbrücke in Brixlegg und die Steinbrücke in Schwaz.
 
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Wussten Sie schon ...

Ein Hurrican ist eine der heftigsten Wettererscheinungen, die wir auf der Erde kennen. Dabei beginnt ein derart zerstörerischer Sturm ganz harmlos. Vor der Westküste Nordafrikas, zwischen dem 5. und 25. Breitengrad geht der Sommer zu Ende. Die Wassertemperaturen erreichen ihre höchsten Werte. Zwischen Ende August und Anfang November liegt die Wassertemperatur im Atlantik über 26 Grad. Das ist die magische Grenze für die Initialisierung von Hurricans. Das Wasser ist so warm, daß gewaltige Wassermengen verdunsten können. Einzelne Gewitter entstehen. Auf Satellitenbildern sind sie zunächst noch als klar abgegrenzte weiße runde Flecken zu erkennen. In Äquatornähe entwickeln sich solche Gewitter nicht sonderlich spektakulär weiter. Die Corioliskraft (die Kraft der Erdrotation) ist hier nicht sehr stark. Erst nördlich (und auch südlich) des 5. Breitengrades kann die Erddrehung auch eine Ansammlung von Gewitterzellen in eine leichte Drehbewegung versetzen. Die in den Gewittern aufsteigende, feucht-warme Luft schaffen Platz für von den Rändern nachströmende Luftmassen, die ihrerseits von der Aufwärtsbewegung erfasst werden. So wird das Gebiet, in dem die Luft zusammenströmt und aufsteigt immer größer. Aus einzelnen, harmlosen Gewittern wird auf diese Weise ein tropischer Sturm. Der Durchmesser eines solchen Systems ist zunächst noch recht klein. Erst wenn dieses etwa 100 bis 300 km erreicht hat und die Windstärken bis auf 62km/h angewachsen sind, bekommt ''das Baby'' einen Namen. Der erste tropische Sturm der jeweiligen Saison beginnt mit dem Buchstaben A, der zweite mit B und so weiter. Die Drehbewegung des Sturms wird aufgrund des ständigen Nachschubs an feucht-warmer Luft immer schneller. Dabei ordnen sich die Wolken des System nach und nach in einer typischen Spiralform an. Zugleich driftet der neu entstandene Wirbelsturm langsam nach Westen. Auch südlich des Äqutors ziehen Wirbelstürme wegen der östlichen Strömung in Äquatornähe in aller Regel nach Westen. Die Windstärke nimmt immer weiter zu. Erreicht sie 118km/h wird der Sturm zum Hurrican heraufgestuft. Sein Durchmesser wächst weiter. Bis zu 1000km im Durchmesser können es im Laufe seines nun folgenden 5 bis 25 Tage lange dauernden Lebens werden. Meist durchmessen Hurricans aber nur etwa 300 bis 500 Kilometer. Bei weiterer Verstärkung des Hurricans entsteht in der Mitte des Hurricans eine weitere, sehr markante Erscheinung: Das Auge. In diesem einige Dutzend Kilometer durchmessenden Zentrum sinken Luftmassen ab, so daß sich die Wolken häufig auflockern oder sogar ganz auflösen. In diesem Zentrum herrscht eine eigentümliche Ruhe: Rundherum, am Rande des Auges türmen sich die dahinjagenden Wolkenmauern 10 bis 12 Kilometer hoch in den Himmel hinauf, aber im Auge selbst weht nur ein leises Lüftchen. Lediglich gewaltige Kreuzseen und -dünungen, enorme Wellenschläge, die durch die gegensätzlichen Windrichtungen rund um das Auge aufgepeitscht werden, zeugen vom Toben der entfesselten Elemente außerhalb des so ''friedlich'' erscheinenden Zentrums des Sturms. Die meisten Hurricans ziehen über den Atlantik in Richtung Karibik und dann weiter nach Norden, die Ostküste der USA entlang. Sobald ein Hurrican auf Land trifft verliert er seine Energiequelle, die Wärme und Feuchtigkeit des Meeres. Die Folge ist, daß sich der Sturm abschwächt, je tiefer er in Landesinnere vorankommt. Richtung Norden ziehend kommt ein Hurrican bald in die Westwinddrift und wenn er das Festland wieder verlässt über deutlich kühleres Wasser. Er schwächt sich ab und zieht nicht selten als Sturmtief über dem Atlantik nach Osten. Ehemalige Hurricans erreichen auf diese Weise mitunter sogar Mitteleuropa und können dann immer noch für starke Regenfälle und kräftigen Wind sorgen. Obgleich die Überwachung und die Methoden zur Vorhersage vor Hurricans immer besser werden, kann ihre genaue Zugrichtung nie sicher vorhergesagt werden. Weitere Infos: Hurricans werden in 5 Stufen eingeteilt. Die Saffir-Simpson-Hurricane-Skala beschreibt diese. Hurrikane sind wegen ihrer zerstörerischen Gewalt gefürchtete Stürme. In den USA und den Karibikstaaten wurden darum Hurrikanwarndienste eingerichtet. Tropische Wirbelstürme haben die Meteorologen seit alters fasziniert. Auch in anderen Gebieten der Erde registriert man derartige Wirbelstürme. Sie haben aber je nach Region unterschiedliche Namen: Taifun (China und Japan), Baguio (Philippinen), Zyklon (Golf von Bengalen), Mauritiusorkan (im südlichen indischen Ozean) oder Willy-Willy (Australien).
 
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