02. Juli 2013 | 06:31 Uhr

klimawandel © APA

"Hotspots"

Wo sich der Klimawandel auswirkt

Studie sieht Amazonas-, Mittelmeerregion und Ostafrika besonders gefährdet.

Wenn die Treibhausgasemissionen unvermindert weitergehen, wird einer von zehn Erdenbürgern am Ende dieses Jahrhunderts mit hoher Wahrscheinlichkeit in einer Region leben, die stark durch den Klimawandel beeinflusst ist. Das geht aus einer internationalen Studie unter Beteiligung der Instituts für angewandte Systemanalyse (IIASA) in Laxenburg bei Wien und der Universität Wien hervor. Als am stärksten betroffene "Hotspots" identifizierten die Wissenschafter die Amazonas- und Mittelmeerregion sowie Ostafrika, heißt es in der aktuellen Online-Ausgabe der Fachzeitschrift "PNAS".

Auswirkungen

Für die umfassende Untersuchung im Rahmen des vom Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung (PIK) geleiteten "Intersectoral Impact Model Intercomparison Projekt" wurden Modelle über mögliche Einflüsse des Klimawandels auf Ernteerträge, Verfügbarkeit von Wasser, Ökologie und Gesundheit in Computersimulationen zusammengeführt. Es zeigte sich, dass Auswirkungen des Klimawandels sowohl in Industrieländern, als auch in Entwicklungsländern spürbar werden könnten, so die Erstautorin Franziska Piontek in einer Aussendung des PIK.

Wasser
Die Forscher haben beispielsweise die weltweite Verfügbarkeit von Wasser in den vergangenen 30 Jahren untersucht. Die drei trockensten Jahre in den jeweiligen Regionen galten für die Simulationen jeweils als Grenzwert. Kamen in den Analysen Werte zutage, die diese Schwelle noch unterschritten, werteten die Wissenschafter das als "schwerwiegend".

Für eine künftige Wassersituation im Mittelmeerraum spuckten die Projektionen beispielsweise solche besorgniserregenden Werte aus. In den Hotspot-Regionen Afrikas zeigte sich, dass bereits kleine Temperaturanstiege zu Veränderungen führen, die vor allem für Kleinbauern existenzgefährdend sein könnten. "Was jetzt als extrem gilt, könnte in Zukunft normal werden", wird Qiuhong Tang von der Chinesischen Akademie für Wissenschaften zitiert.

"Worst-Case-Szenarios"

Die Forscher führten vor allem Berechnungen durch, die auf eher zurückhaltenden Annahmen über die möglichen Veränderungen beruhen. Unter der Annahme von "Worst-Case-Szenarios" waren fast alle bewohnten Gebiete der Erde betroffen, heißt es in der Aussendung.
 

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