09. Juli 2012 | 08:05 Uhr

Flutkatastrophe in Krimsk / Russland © EPA
Flutkatastrophe in Krimsk / Russland © Reuters

Mehr als 170 Tote

Russland: Trauertag nach Flut-Katastrophe

Sturzfluten rollten durch die südrussische Urlaubsregion Krasnodar.

Nach der Flutkatastrophe in Russland mit mehr als 170 Toten hat der Kreml für diesen Montag einen nationalen Trauertag angeordnet. Landesweit sollten Fernsehen und Kultureinrichtungen demnach auf Unterhaltungsprogramme verzichten. Bei den schwersten Überschwemmungen in der jüngeren Geschichte Russlands hatten Tausende Menschen am Wochenende in der Ferienregion Krasnodar am Schwarzen Meer ihre Wohnungen verloren.

Die Verwüstung in der dicht besiedelten Ferienregion am Schwarzen Meer, etwa 1.200 Kilometer südlich von Moskau, ist immens.

Besonders betroffen war die Stadt Krimsk mit rund 60.000 Einwohnern. In Krimsk rissen die Sturzfluten ganze Dachstühle mit sich, in Gelendschik schoben Wassermassen Lastwagen wie Spielzeugautos beiseite, in Noworossijsk türmt sich dicker Schlamm auf Seitenstraßen. Die verheerende Bilanz: etwa 5.000 überschwemmte Häuser, rund 22.000 Menschen ohne Strom, knapp 3.000 Bewohner in Notunterkünften. In mehreren Städten wurde der Ausnahmezustand ausgerufen. Experten schätzen allein den Sachschaden auf mindestens 250 Millionen Euro.

Stausee-Schleusen geöffnet?
Behörden prüfen, ob neben dem extremen Regen möglicherweise ein Wasserabfluss aus einem Stausee mit zu der Katastrophe geführt haben könnte.

Der schlimme Verdacht: Die Behörden hätten die Schleusen eines nahen Stausees geöffnet und das Hochwasser damit mitverursacht. Ermittler räumen zwar ein, dass Wasser abgelassen wurde. Dies sei aber nicht der Grund für die Überschwemmungen gewesen, sagen sie.

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Weiterhin heiß, kaum Gewitter. 19/34°

Hoher Luftdruck sorgt zur Wochenmitte für überwiegend sonniges und trockenes Wetter. Lediglich im Westen und Süden bilden sich über den Alpengipfeln einzelne Quellwolken. Mit diesen sind vor allem südlich des Alpenhauptkammes von Osttirol ostwärts einzelne Regenschauer oder Gewitter bis zum Abend nicht auszuschließen. Der Wind kommt schwach bis mäßig aus Nordwest bis Ost. Tageshöchsttemperaturen 27 bis 35 Grad. Heute Nacht: Letzte Regenschauer im Südwesten lassen in der Nacht auf Donnerstag rasch nach und auch letzte dichtere Wolken lösen sich auf. Damit geht es meist gering bewölkt, oft sogar sternenklar durch die Nacht. Der Wind aus unterschiedlichen Richtungen weht schwach bis mäßig. Bis zum Morgen gehen die Temperaturen auf 21 bis 15 Grad zurück.
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