30. Dezember 2011 | 09:57 Uhr

feuerwerk.jpg © joe24

Feinstaub

Massive Luftbelastung durch Feuerwerke

Grenzwert für Feinstaub in Graz im Vorjahr fast um 300 Prozent überschritten.

Feuerwerkskörper sind Umweltbomben: Auf diese vielfach unterschätzte Belastung machte der Konsumentenschutzsprecher der SPÖ, Johann Maier, bei einem Pressegespräch in Salzburg aufmerksam. So wurde zum Beispiel am Neujahrstag 2011 in Graz eine Feinstaubbelastung von 193 Mikrogramm pro Kubikmeter Luft gemessen, der Grenzwert (50) wurde damit fast um 300 Prozent überschritten. Außerdem wies Maier darauf hin, dass in jeder fünften Rakete das europaweit verbotene, krebserregende Hexachlorbenzol enthalten ist.

Überhöhte Feinstaubbelastung
In 14 von 15 Messregionen wurde zu Silvester des Vorjahres eine überhöhte Feinstaubbelastung registriert, am Neujahrstag war dies noch in zwölf Regionen der Fall. Besonders betroffen sind laut Maier die östlichen Bundesländer, während im Westen sehr hohe Stickstoffdioxid-Werte festgestellt wurden.

Krebserregend
Nach Hinweisen aus Dänemark hat Österreich vor zwei Jahren begonnen, Feuerwerkskörper chemisch zu analysieren. Dabei zeigte sich, dass in durchschnittlich jeder fünften Rakete Hexachlorbenzol enthalten war, der Anteil betrug bis zu vier Prozent. Dieser Stoff ist in ganz Europa verboten und gilt als krebserregend. Enthalten ist er in Feuerwerkskörpern aus China, laut Maier ist es aber nicht möglich festzustellen, welche Firmen derartige Produkte erzeugen. Über 90 Prozent aller Raketen kommen aus China, es wäre daher wichtig, die Kontrollen an den Außengrenzen zu verschärfen, so der Abgeordnete.

Anzeigen
Die Zahl der Anzeigen nach dem Pyrotechnikgesetz steigen in Österreich seit Jahren: Waren es vor vier Jahren noch 739, lag sie beim vergangenen Jahreswechsel bereits bei 1.073. Unfälle mit Personenschaden durch Feuerwerkskörper wurden in den vergangenen vier Jahren jeweils zwischen 20 und 36 registriert.

Massiv zugenommen haben allerdings die Sachschäden durch Silvester-Raketen. Wurden früher zwischen 137 und 160 derartige Unfälle pro Jahreswechsel gezählt, waren es 2010/11 mit 290 doppelt so viele. Auch die Zahl der Strafanzeigen wegen Sachbeschädigung hat im Vorjahr mit 576 einen neuen Höchstwert erreicht.

Maier fordert eine Überarbeitung der EU-Richtlinien und des Pyrotechnikgesetzes. Dadurch sollte sichergestellt werden, dass die Sprengstoffmenge in den Raketen reduziert wird und die toxischen Stoffe verschwinden. Außerdem sollte die Altersgrenze für Feuerwerkskörper der Klasse II (z. B. Schweizerkracher) wieder von 16 auf 18 Jahren angehoben werden. Schließlich machte der Abgeordnete darauf aufmerksam, dass es den einzelnen Bürgermeistern überlassen bleibt, das Abfeuern privater Feuerwerke generell zu verbieten - etwa wegen der Feinstaubbelastung. Dazu müssten diese nur auf eine Ausnahmegenehmigung für Silvester verzichten.
 

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Vermehrt Regenschauer im W und N, sonst meist sonnig. 1/16°

Vor allem im Osten und Südosten scheint bis in den Nachmittag hinein häufig die Sonne, meist ziehen nur ein paar harmlose, lockere Wolkenfelder durch. Ausgehend vom Berg- und Hügelland bilden sich allerdings vorübergehend auch Quellwolken und mit diesen vereinzelt ein paar Regenschauer. Im übrigen Österreich ist es wechselnd bewölkt, die Sonne zeigt sich seltener und am Abend nimmt die Regenneigung mit Annäherung der nächsten Störungszone in Vorarlberg und im Tiroler Oberland wieder zu. Der Wind kommt am ehesten aus Südost bis West, er frischt nur örtlich in freien Lagen mäßig auf. Tageshöchsttemperaturen 10 bis 18 Grad. Heute Nacht: In der Osthälfte zeigt sich der Himmel in der Nacht zunächst meist gering oder zumindest aufgelockert bewölkt, ehe ab den frühen Morgenstunden umfangreiche Wolken einer weiteren Störungszone eintreffen. Vielerorts bleibt es trocken. Von Westen her ziehen deutlich mehr und zunehmend auch kompakte Wolken auf, schließlich breiten sich vom Bodensee bis zum oberösterreichischen Innviertel Regen- und eingelagerte Schauerwolken aus. Die Schneefallgrenze sinkt auf etwa 1500 bis 1200m Seehöhe. Der Wind dreht im Bereich der Störungszone mehrheitlich auf West, bleibt aber schwach bis mäßig. Tiefsttemperaturen minus 2 bis plus 7 Grad.
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