26. März 2024 | 10:00 Uhr

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Brennpunkt Südeuropa

Langfristige Auswirkungen von Hitzewellen und Dürre

Südeuropa im Klimastress: Wie Hitzewellen und Dürre den Tourismus gefährden.

 

Mit dem Sommer vor der Tür sehen sich europäische Urlauber möglichen Störungen ihrer Pläne gegenüber, da sengende Temperaturen und Wasserknappheit beliebte Reiseziele in Südeuropa im Griff haben.

Hitzewellen und Dürre in Südeuropa

Letzten Sommer wurden in weiten Teilen Südeuropas brütende Temperaturen von über 40°C gemessen. Besonders schwerwiegende Hitzewellen trafen Regionen in Spanien und Italien. Als Antwort auf das extreme Wetter hat das Wasserversorgungsunternehmen Acosol an der Westküste der Costa del Sol in Spanien Maßnahmen vorgeschlagen, um den Zugang der Bewohner zu Wasser für das Befüllen und Auffüllen privater Schwimmbäder einzuschränken. Zusätzlich hat die Junta de Andalusia im Süden Spaniens eine Dürreverordnung erlassen, um die Wasserversorgung für den Produktionssektor zu sichern.

Investitionen in Wassersparmaßnahmen

Mit Investitionen in Höhe von 217 Millionen Euro in Wassersparmaßnahmen zielen die Behörden darauf ab, potenzielle Krisen infolge der anhaltenden Dürrebedingungen zu mildern.

Professor Peter Thorne, Experte für Geographie und Klimawandel an der Maynooth University, warnt, dass die Hitzewellen des letzten Sommers und die jüngsten Temperaturrekorde nur einen Vorgeschmack auf zukünftige Herausforderungen bieten. Er betont die Notwendigkeit dringender Maßnahmen zur Bewältigung der eskalierenden Klimakrise, einschließlich der Reduzierung von Emissionen im Luftverkehr, einem bedeutenden Beitrag zur Umweltverschmutzung.

Langfristige Auswirkungen und nachhaltige Alternativen

Thorne unterstreicht die langfristigen Auswirkungen von Dürre auf Landwirtschaft, lokale Gemeinschaften und Lebensmittelpreise und drängt Einzelpersonen dazu, ihre Reisegewohnheiten zu überdenken und sich für nachhaltigere Alternativen zu entscheiden.

Die Rolle Spaniens

Ruben López-Pulido, Leiter des Tourismusbüros Spaniens in Dublin, erkennt die Notwendigkeit von Maßnahmen zur Wasserbewirtschaftung in Spanien an und betont die langjährigen Bemühungen des Landes, Umweltprobleme anzugehen. Er hebt hervor, dass die aktuelle Situation nicht nur eine Krise ist, sondern eine kollektive Anstrengung, um den Planeten zu erhalten, und betont die historische Widerstandsfähigkeit Spaniens im Umgang mit solchen Bedingungen.

Dringender Handlungsbedarf

Mit zunehmenden Bedenken hinsichtlich des Klimawandels fordern Experten koordinierte Anstrengungen von Regierungen und Einzelpersonen, um dessen negative Auswirkungen zu mildern und den Übergang zu nachhaltigeren Praktiken zu fördern.