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12. August 2017 23:30
Keine Pause für Horror-Sommer
© APA/HBF/PUSCH

Neue Sturmfront kommt

Keine Pause für Horror-Sommer

Eine Horror-Woche geprägt von Unwettern geht zu Ende. Doch die Pause währt nur kurz.

Katastrophen-Alarm

Keine Entwarnung: Mitte nächster Woche kommen wieder heftige Unwetter auf uns zu. Derzeit braut sich eine massive Schlechtwetter-Front über Skandinavien und den britischen Inseln auf. Schon am Mittwoch steigt laut Prognosen der ZAMG die Gefahr von Gewittern – diese werden sich allerdings hauptsächlich im Gebirge entladen. Am Freitag müssen wir aber verbreitet mit Unwettern rechnen.

Tausende helfen

Derzeit sind Zehntausende in den ­Katastrophengebieten Österreichs noch mit den Aufräumarbeiten beschäftigt (siehe Interview unten). Darunter Tausende Feuerwehrleute und Hunderte Soldaten. Die Helfer sind erschöpft. Alleine in der Steiermark raste die Feuerwehr in einer Woche zu 1.000 Einsätzen.

Die Bilanz ist erschreckend: Heuer sollen die Unwetter-Schäden für die Landwirtschaft 200 Millionen Euro ausmachen – so eine erste Prognose von der Hagelversicherung.

Historisch

Selbst die Meteorologen sind überrascht mit welcher Wucht die Natur diese Woche zugeschlagen hat.

  • Blitze-Rekord. Seit Anfang des Jahres schlugen über 124.000 Blitze in Österreich ein. An einem Tag sogar 3.408 Mal.

  • Starkregen. In Obertauernregnete es 202 Liter pro Quadratmeter – das sind um 10 Prozent mehr als sonst.

3 Todesopfer forderte die heftige Unwetter-Woche

  • 130 km/h. Diese Woche peitschte der Wind mit 130 km/h über den Neusiedler See (Bgld.). Am Yachthafen in Weiden wurden die Boote wie Blätter durch die Luft gewirbelt.

  • Evakuierung. In Oberwölz (Stmk.) mussten einige Häuser sogar zweimal innerhalb weniger Tage evakuiert werden.

  • Todesfälle. Ein Teenager (13) starb auf einem Zeltlager der Feuerwehr. Er wurde von einem herumfliegenden Teil eines Zeltes am Kopf getroffen. Ein Wanderer konnte in Tirol nur mehr tot aus einem Bach geborgen werden und ein Motorradfahrer kam beim Starkregen in Kärnten auf die Gegenfahrbahn und krachte in einen Pkw.

Unwetter-Opfer: "Massen von Schlamm in meinem Haus"

ÖSTERREICH: Wie schlimm sind die Schäden bei Ihnen?

Christian Glaser:
Am Freitag ist ein Erdrutsch abgegangen und hat Massen von Schlamm in mein und das Haus meiner Mutter befördert. Bei mir steht das Wasser im Keller und im Erdgeschoß.

ÖSTERREICH:
Welche Arbeiten sind jetzt am dringendsten?

Glaser:
Am wichtigsten ist es, jetzt den Schlamm aus den Häusern zu befördern und zusammenzuräumen. Wir müssen die Häuser wieder bewohnbar machen.

ÖSTERREICH:
Stehen Ihnen Helfer zur Seite?

Glaser:
Die Hilfe, die ich bekomme ist gewaltig. Seit Sonntag sind 30 bis 40 Personen mit Schaufeln vor Ort und arbeiten unerlässlich. Dazu zählen Nachbarn und Arbeitskollegen. Sogar der Chef, dem das ganze Gebiet gehört, packt mit an, die Hilfsbereitschaft hilft einem enorm, die Motivation nicht zu verlieren.

ÖSTERREICH:
Haben Sie eine Versicherung abgeschlossen?

Glaser:
Ich habe eine normale Versicherung, aber viel kann man sich von ihr nicht versprechen. Ich kann noch nicht einmal abschätzen, wie groß die Schäden sind.

ÖSTERREICH:
Was machen Sie, wenn das zu Ende ist?

Glaser:
Ich gehe zur Feuerwehr und melde mich, um anderen Leuten zu helfen.




 

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Im Sommer meist nur als flacher ,,Wiesennebel'', im Herbst und Winter oft als zähe, graue und mehrere Hundert Meter dicke Schicht in Erscheinung tretender Nebel, der bei klarem und windschwachem Wetter aufgrund der nächtlichen Abkühlung der Erdoberfläche entsteht und im Sommer kurz nach Sonnenaufgang durch zügige Erwärmung der unteren Luftschichten rasch wieder verschwindet. In der kalten Jahreszeit geht Frühnebel dagegen häufig in zähen Hochnebel über, der mitunter sogar den ganzen Tag über anhalten kann.
 

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