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29. Oktober 2017 08:32
Orkanböen über Deutschland: Keine Züge und Sturmfluten
© APA (DPA)

Sturmtief "Herwart" sorgt für Chaos

Orkanböen über Deutschland: Keine Züge und Sturmfluten

Deutsche Bahn stellt Zugverkehr großflächig ein - Hamburg droht schwere Sturmflut.

Orkanartige Böen sorgen in Deutschland für Chaos. Die Deutsche Bahn hat ihren Zugverkehr am Sonntagmorgen in weiten Teilen des Landes eingestellt. Wegen des Sturmtiefs "Herwart" führen derzeit keine Züge mehr in Nord- und Mitteldeutschland, teilte ein Bahnsprecher in der Früh in Berlin mit. Betroffen seien die Strecken in den Bundesländern Schleswig-Holstein, Niedersachsen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen.

Züge aus anderen Regionen in diese Gebiete endeten vorzeitig.

Schwere Sturmflut an der Nordseeküste

An der deutschen Nordseeküste droht am Sonntagvormittag eine schwere Sturmflut. Das Bundesamt für Seeschifffahrt und Hydrographie gab in der Nacht eine entsprechende Warnung heraus. Besonders stark betroffen könnten Hamburg und die angrenzenden Elbegebiete sein: Hier wird ein Pegel von bis zu 2,5 Meter über dem mittleren Hochwasser erwartet.

Im Wesergebiet könnten die Pegel zwei Meter über dem mittleren Hochwasser liegen, an der nordfriesischen Küste rund 1,5 Meter. Die Warnung vor der schweren Sturmflut besteht nach Angaben des Bundesamts zunächst bis Sonntag um 10.00 Uhr (MEZ).

Die Flutgefahr geht von einem kräftigen Sturmtief aus, das in der Nacht zu Sonntag und am Sonntagvormittag über die Nordosthälfte Deutschlands hinwegzieht. Stellenweise werden Böen in Orkanstärke erwartet. Auch in Österreich gibt es für Sonntag Sturmwarnung.




 

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Schlauch- bzw. tunnelartiges Feld in 5 bis 12 Kilometern Höhe, in der sehr starke Westwinde wehen. Je stärker die horizontalen Temperaturgegensätze ausgeprägt sind, desto heftiger jagt auch der Jetstream durch die Atmosphäre. Dabei wurden schon Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern (im Kern des Jets bis zu 500 km/h beobachtet. Werden kleine Tiefs mitgerissen, können diese unter Entwicklung zum Orkantief binnen 24 Stunden quer über den Atlantik rasen. Es gibt zwei Jetstreams pro Erdhalbkugel: Polarfrontjet und Subtropenjet. Sie verlaufen wellenförmig rund um die Erde. In der Fliegerei werden die Jetstreams ausgenützt, um Treibstoff zu sparen und die Flugdauer zu verkürzen. Dies ist jedoch bloss bei Flügen von West nach Ost möglich. Bei entgegengesetzter Flugrichtung werden die Jets gemieden, da bloss Nachteile resultieren würden.
 
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