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26. August 2019 23:54
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Brasiliens Polizei ermittelt

Amazonas-Brände: Jagd auf die Feuer-Terroristen

Brasiliens Polizei ermittelt nun wegen landesweiter Brandstiftung am 'Tag des Feuers'.

São Paulo. 75.300 verheerende Feuer wüten allein in Brasilien, sie sind längst außer Kontrolle. Jetzt lässt Brasiliens Justizminister Sérgio Moro Jagd auf die Feuer-Terroristen machen: „Kriminelle Brandstiftung im Amazonasgebiet wird hart bestraft“, twitterte er. Ermittelt wird gegen die Organisatoren des sogenannten „Tags des Feuers“. Im Bundesstaat Pará sollen sich zuletzt über 70 Personen in einer WhatsApp-Gruppe dazu verabredet haben, große Flächen entlang der Landstraße BR-163 in Brand zu stecken.

Ziel der koordinierten Aktion soll gewesen sein, den rechten brasilianischen Präsidenten Jair Bolsonaro bei seinem Plan zu unterstützen, Umweltkontrollen zu lockern. Bolsonaro schuf zuletzt ein politisches Klima, in dem sich Bauern zu mehr Abholzung und Brandrodung ermutigt sahen. Der Staatschef hat stets klargemacht, dass er die Amazonasregion mit ungenutztem Wirtschafts-Potenzial verbindet.

Brasiliens Präsident gegen "ausländische Einmischung"

Wut. Die Proteste gegen Bolsonaros Umweltpolitik werden indes immer massiver: „Der Amazonas bleibt, Bolsonaro geht“, skandierten zuletzt Tausende in Rio. Bolsonaro hat lange kaum auf die Brände reagiert. Weltweit hagelte es deswegen Kritik. Erst jetzt wurden 44.000 Soldaten mobilisiert, die bei den Löscharbeiten helfen und gegen Brandstifter vorgehen sollen. Auch sind bisher viel zu wenige Löschflugzeuge im Einsatz. Grund: Bolsonaro hatte sich zuerst jegliche Einmischung aus dem Ausland verbeten. Er kritisierte sogar Frankreichs Macron, weil er beim G-7-Gipfel die Waldbrände thematisierte: „Kolonialistische Mentalität“, polterte er.

"Bild"-Reporter in Brasilien: "Menschen hier haben Angst"

ÖSTERREICH: Wo in Brasilien sind Sie gerade?

Paul Ronzheimer: In Mato Grosso, dem Bundesstaat, der am schlimmsten von der Brandkatastrophe betroffen ist. Halb so groß wie Frankreich ist die Region, aktuell lodern allein hier 14.000 Brände. Insgesamt sind es über 75.000. Ich bin kein Umweltexperte, kann auch nicht hochrechnen, was das wirklich bedeutet. Was ich aber sagen kann, ist, dass dichte Rauchschwaden das Leben hier schwer behindern. Überall ist zu spüren, wie besorgt die Menschen sind, sie haben Angst. Überall Asche, verkohlte Bäume, Rauch.

ÖSTERREICH: 44.000 Soldaten sollen jetzt in Brasilien gegen die Brände ankämpfen. Sind die Flammen überhaupt zu löschen?

Ronzheimer: Das kommt auch auf die internationale Unterstützung an. Inzwischen brennt es nicht nur in Brasilien, sondern auch in Bolivien. Denen fehlt es an allem. Das Amazonasgebiet ist die Grüne Lunge der Welt, sie gehört uns allen. Alle sollen rasch helfen.

ÖSTERREICH: Jetzt geht die brasilianische Polizei gegen kriminelle Brandstifter vor …

Ronzheimer: Ich halte das für ein riesiges Ablenkungsmanöver. Die meisten Brände sind sicher durch illegale Rodungen passiert und haben sich rasch ausgebreitet. 

(wek)



 

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Vertikale Luftbewegung, speziell das Aufsteigen von am Boden durch Sonneneinstrahlung erwärmter Luft. Die von der Erde ausgehende langwellige Wärmestrahlung ist nicht die einzige Form der Energieübertragung von der Erde zur Atmosphäre. So wird die unmittelbar über dem Boden liegende, nur wenige Zentimeter dicke Luftschicht auch durch sogenannte molekulare Wärmeleitung erwärmt. Wo diese Aufheizung besonders stark ist, wird die Luft leichter als ihre Umgebung und steigt auf. Dafür sinken rundherum kältere Luftpakete ab, werden ebenfalls erwärmt und gelangen wieder in die Höhe. Dieser Vorgang nennt man thermische Konvektion. In Bodennähe ist sie als Hitzeflimmern sichtbar. Bei starker Sonnenstrahlung bilden sich regelrechte Thermikschläuche, in denen sich Vögel wie auch Segelflieger kreisend in die Höhe schrauben. Durch Konvektion entstehen auch Quellwolken wie Cumulus und Cumulonimbus.
 
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