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Advektionsnebel entsteht, wenn warme, feuchte Luft über eine kühle Oberfläche oder Luftschicht gleitet. Dieser Nebel erreicht Mächtigkeiten von mehreren 100 Metern und kann von der Sonne tagsüber nicht mehr aufgelöst werden. Erst ein Luftmassenaustauch kann ihn beseitigen. In Mitteleuropa ist dieser Nebel typisch für den Winter: Er bildet sich, wenn Warmluft aus dem südatlantischen Raum oder dem Mittelmeerraum in höhere Breiten gelangt und dabei auf eine bodennahe Kaltluftschicht aufströmt. Wenn sich dann eine Hochdrucklage einstellt, kann dieser Nebel mehrere Tage oder Wochen überdauern. Im Frühjahr sind Meere und grosse Binnenseen meist kälter als das Festland. Strömt dann Luft vom Land aufs Meer, bildet sich dort Nebel. Ein Beispiel ist der Küstennebel im Frühling an der Ostsee. Vor Neufundland trifft der kalte Labradorstrom auf den warmen Golfstrom. Strömt nun Luft über dem Meer vom Golfstrom zum Labradorstrom, entsteht Nebel. Vor Kalifornien dringt kaltes Wasser aus den Tiefen des Pazifiks an die Oberfläche. Die warme Luft vom Festland bildet darum an 40 bis 50 Tagen des Jahres Nebel vor der kalifornischen Küste. An den Randbereichen der Polargebiete kommt es an über 80 Tagen pro Jahr zu Advektionsnebel (vorzugsweise im Sommer), weil warme Luft über das kühle Schmelzwasser gleitet.
 
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