21. Februar 2020 | 18:13 Uhr

Stadion EM.jpg © unsplash.com, © Mitch Rosen

Witterungsbedingungen EM 2020:

So wirkt sich das Wetter auf den Profisportler aus

Europa kommt langsam aber sicher ins Fußballfieber. 

Am 12. Juni wird die Eröffnungspartie in Rom zwischen Italien und der Türkei ausgetragen.
Zwei Tage später wird dann auch die österreichische Nationalmannschaft auf dem Platz stehen. Unser erster Gegner ist allerdings noch unbekannt und wird wohl erst Ende März feststehen. Nichtsdestotrotz müssen die Spieler immer im Training bleiben, damit sie beim Turnier in Form sind. Allerdings gibt es einen Faktor, den sie nicht mitbestimmen können und das ist das Wetter. Denn das hat einen großen Einfluss auf die sportliche Leistung. Nicht zuletzt, weil schließlich unter freiem Himmel gespielt wird. 
 
Wetterprognose für die EM 2020
 
Gerade bei dieser WM kann man es ganz schwer sagen, wie das Wetter bei den Spielen wird. Zum ersten Mal wird die Fußball Europameisterschaft nämlich nicht nur in einem Land, sondern in 12 verschiedenen Ländern in Europa ausgetragen. Solch eine Vielzahl an unterschiedlichen Austragungsorten bedeutet nicht nur eine größere Belastung für die Spieler, sondern auch unterschiedliche Witterungsverhältnisse, die sich auf die Teams auswirken können. 
 
Das bedeutet auch, dass es bei Sportwetten deutlich schwieriger wird, die Leistungen der Mannschaften einzuschätzen. Bevor man also eine Wette platziert, sollte man sich nicht nur gut, über die jeweiligen Teams informieren, sondern auch über den Austragungsort des Spiels sowie die dortigen Witterungsverhältnisse. 
Die österreichische Nationalmannschaft muss beispielsweise für ihre drei Gruppenspiele in zwei verschiedene Länder reisen. Zweimal wird das Team in der rumänischen Hauptstadt Bukarest spielen. Einmal im Niederländischen Amsterdam. 
Generell ist das Wetter in Rumänien im Juni eher heiß. Tagsüber erreicht das Thermometer zwischen 28 und 30 Grad. Überwiegend ist es klar und sonnig, mit einer 13-prozentigen Chance auf Regen. Am Abend, wenn die Spiele stattfinden, liegen die Temperaturen immer noch im Bereich um 24 bis 25 Grad. 
 
Deutlich kühler sieht es im Juni in den Niederlanden aus. Tagsüber herrschen Temperaturen um die 20 Grad. Überwiegend besteht die Chance auf Sonne, mit einer 25-prozentigen Regenwahrscheinlichkeit. Abends fallen die Temperaturen allerdings unter 20 Grad. 
 
Beste Voraussetzungen für die Österreicher bei der EM
 
Geht man von diesen Witterungsbedingungen bei den Gruppenspielen aus, dann hat die österreichische Nationalmannschaft schon gute Gewinnchancen ins Achtelfinale der Europameisterschaft 2020 zu kommen. Denn die optimale Temperatur, um Ausdauersport zu machen, liegt zwischen 15 und 25 Grad. Bei höheren Temperaturen kann es zumindest bei Nicht-Profisportlern kritisch werden. Zwar sind die Profis abgehärtet, doch auch bei ihnen könnten sie zu Problemen führen. 
 
Das A und O ist dabei der Wasserhaushalt. Wer Sport in der Hitze macht, der muss mehr trinken, als jemand, der sich nicht bewegt. Die Trinkempfehlung für Leistungssportler lautet bei Temperaturen über 30 Grad 1 Liter Wasser pro Stunde. Ohne die Zufuhr von Wasser wird ansonsten die Leistung der Ausdauer gesenkt. Verliert der Körper beispielsweise 1,5 Liter Flüssigkeit, wird die Ausdauerleistung um ganze 20 Prozent vermindert. 
 
In Zahlen bedeutet das: Fußballer laufen während eines normalen Spiels im Schnitt etwa 10 Kilometer. Trinken die Spieler nicht ausreichend, dann schaffen sie möglicherweise nicht mehr als 8 Kilometer.  
 
Allerdings sollten die Spieler nicht erst mit der Wasserzufuhr beginnen, wenn sie schon mitten im Spiel stecken, sondern bereits ein bis zwei Stunden bevor sie sich aufwärmen. Dann sollte alle 15 bis 20 Minuten ein halber Liter Wasser in kleinen Schlucken getrunken werden. 
 
Chancen auf das Achtelfinale
 
Neben diesen guten Witterungsvoraussetzungen für die Gruppenphase sieht es auch für das restliche Turnier gar nicht so schlecht aus. Gesetzt dem Fall, dass die Österreichische Nationalmannschaft die nächste Runde in dem Turnier erreicht, werden sie entweder erneut in Amsterdam antreten oder im Stadion im spanischen Bilbao. Die Option Spanien wäre hierbei wohl was das Klima angeht die bessere Wahl. Im Juni herrschen hier nämlich tagsüber maximal 22 Grad. Abends sinken die Temperaturen sogar noch um zwei Grad. Für das Team sind es also ideale Voraussetzungen. 
Vor allem der Kreislauf profitiert von diesem mäßigen Klima. Der Körper wird so vor dem Überhitzen bewahrt und es fällt ihm leichter sich diesen Gegebenheiten anzupassen. 
 
Schließt das Team als Gruppendritter ab, besteht die Möglichkeit, dass es erneut in Bukarest oder im schottischen Glasgow antreten muss. Dort geht es deutlich frostiger zu. Im Schnitt liegt die Tagestemperatur im Juni bei etwa 16 Grad. Am Abend wird es sogar etwas kühler. Hier ist die meiste Zeit sogar leichter bis mäßiger Regen angesagt. 
 
Vorsicht bei Regen 
 
Gerade im Fall von Glasgow besteht ein höheres Verletzungsrisiko für die Sportler. Durch die Nässe wird der Untergrund rutschiger, was vor allem beim Kunstrasen auffällt. Allerdings ist Kunstrasen nicht gleich Kunstrasen, im Gegensatz zu anderen Untergründen wird das Verletzungsrisiko selbst bei solchen Untergründen sogar deutlich gemäßigt. 
 
Witterung für Viertel- und Halbfinale sowie das Finale
 
Falls Österreich den Einzug ins Viertelfinale schafft, kommen gleich vier potentielle Austragungsorte in Frage. St. Petersburg, München, Baku und Rom. Während die Witterungsverhältnisse in St. Petersburg eher als unterkühlt zu bezeichnen sind, kann es in München und Rom im Juli schon knapp 30 Grad haben. Ähnlich sieht es in München und Baku aus. 
 
Halbfinale und Finale finden im Londoner Wembley Stadion statt. Im Juli herrschen hier relativ angenehme Temperaturen. Sie liegen tagsüber und abends zwischen 18 und 21 Grad, wobei es durchaus immer mal zu kleineren leichten Schauern kommen kann.