27. Februar 2017 | 07:40 Uhr

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Wien

Moos-Alarm: Stephansdom wächst nun zu

Weniger saurer Regen: Wachstum der Pflanzen wird nicht mehr gestoppt.

Moos und Flechten auf den Dachziegeln des Wiener Wahrzeichens sorgen derzeit für Aufregung. Da der saure Regen immer seltener wird, wuchern die Pflanzen immer mehr.

Vor allem auf der schattigen Nordseite des Stephansdoms nimmt der Pflanzenbefall stark zu. Laut Dombaumeister Wolfgang Zehetner ist der saure Regen durch die Verbesserung der Umwelt nicht mehr sauer genug und stoppt die Pflanzen nicht mehr. Das 70 Jahre alte Dach des Stephansdoms ist mit rund 250.000 Tondachziegeln gedeckt.

Auswirkungen
Da die Pflanzen die Feuchtigkeit länger sammeln, saugen sich die Ziegel mit mehr Wasser an und Ausblühungen oder sogar Frostschäden sind die Folge. Um Schlimmeres zu verhindern, soll nächstes Jahr erstmals das Dach von den Pflanzen gereinigt werden. Die Reinigungskosten stehen noch nicht fest.

Vorteile
Für die Fassade des Doms hat der Rückgang des sauren Regens hingegen echte Vorteile, da der Sandstein weniger angegriffen wird und sich in der Folge nicht mehr so stark verfärbt. Mehr als zwei Millionen Euro werden pro Jahr für die Sanierung des Stephansdoms ausgegeben. Der Großteil stammt aus Spenden und Touristeneinnahmen.