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09. Dezember 2014 09:39
Zweite Sonne über Tirol gesichtet
© skywarn.at/Exilfranke

Wie geht das denn?

Zweite Sonne über Tirol gesichtet

Über dem Inntal tauchte neben der Sonne plötzlich eine zweite, etwas kleinere Sonne auf.

Freitag, 5. Dezember 2014. Über Innsbruck ist eine zweite Sonne aufgetaucht. Sie befindet sich auf gleicher Höhe, ist aber etwa fünf Mal kleiner und wirkt teilweise wie ein Regenbogen. "Was ist das?", fragten sich hunderte Tiroler. Eine Nebensonne, antworten Meteorologen darauf: Ein gar nicht so seltenes Naturschauspiel, das nicht zu Unrecht als "Haloerscheinung" bezeichnet wird.

Diashow Das ist eine Nebensonne
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Nebensonne in Finnland, 2010
https://images04.wetter.at/tirol1.jpg/storySlideshowBlack580x440/0/184.062.539/168.177.657
Nebensonne in Tirol, 5.12.2014
https://images01.wetter.at/kleinwienmeidling.jpg/storySlideshowBlack580x440/168.177.194
Kleine Nebensonne über Wien-Meidling, 23.12.2007
https://images02.wetter.at/cz.jpg/storySlideshowBlack580x440/168.176.808
Sogar drei Sonnen über Tschechien, 2003
https://images03.wetter.at/flugzeug.jpg/storySlideshowBlack580x440/168.177.303
Flugzeug fliegt in Nebensonne, 2008

Keine Halozination:
Nebensonnen, wissenschaftlich "Parhelia" genannt - entstehen durch die Brechung von Licht an flachen, plättchenförmigen Eiskristallen in der Luft. Sie befinden sich immer neben - oft auch auf beiden Seiten - der Sonne, wie ein Ring. Ihr Abstand zur tief stehenden Sonne beträgt 22°. Wir Beobachter haben dadurch den Eindruck eine zweite oder sogar dritte Sonne zu sehen.

Wenn sich die dünnen und flachen Eisplättchen in der ruhigen Luft horizontal ausrichten, stellen sie für das Sonnenlicht ein Prisma dar. Das weiße Sonnenlicht tritt auf einer Seite ein und an der übernächsten wieder aus. Dabei wird das Licht gebrochen und die Nebensonne erhält ihre Regenbogenfarben.

Video: Zweite Sonne über Moskau:

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Kleinräumiger, einer Trombe ähnlicher, verheerender Wirbelsturm in Nordamerika, meist in den Staaten des mittleren Westens der USA. Tritt auf in der warmen Jahreszeit in Verbindung mit Gewittern, d.h. kräftig ausgebildeten Cumulonimbus-Wolken. Bevorzugt an Kaltfronten, an denen trockene Luft von den Rocky Mountains mit feuchtwarmer Luft aus dem Golf von Mexiko zusammenstoßen und sich vermischen. Dabei entstehen außerordentlich große Temperatur- und Feuchtegegensätze auf engstem Raum. Erkennbar ist der Tornado am ''Rüssel'', der mit Wassertropfen (als Folge der Kondensation bei starkem Druckfall) und aufgewirbelten Staub gefüllt ist und sich von der Gewitterwolke trichterförmig in Richtung Erdboden erstreckt. Der Wirbel hat einen Durchmesser von einigen Hundert Metern und bewegt sich über eine Entfernung von etwa 20 bis 30 km. Der extreme Druckfall von 50-100hPa verursacht Windgeschwindigkeiten von mehreren hundert km/h. Die angerichteten Verwüstungen lassen vermuten, daß in Extremfällen im Tornado Windgeschwindigkeiten bis 1000km/h auftreten können. Die verheerende Zerstörung entsteht, wenn die Explosionswirkung durch den plötzlichen starken Luftdruckfall und die zerstörende Kraft der orkanartigen Winde zusammenwirken. Die hohen Windgeschwindigkeiten konnten natürlich nicht gemessen werden, sondern wurden als dem Zerstörungsausmaß rekonstruiert bzw. aus Filmaufnahmen ausgewertet.
 
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