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Die aktuellen Temperaturen der Landeshauptstädte
(Daten von 08:00 Uhr)
15. März 2019 23:02
Wetter spielt total verrückt
© TZOE/Fuhrich;APA/BARBARA GINDL

Erderwärmung schlägt zu

Wetter spielt total verrückt

Täglich erleben wir derzeit eine andere Jahreszeit. Morgen kommt der Frühling.

Das Wetter fährt Hochschaubahn. Nach der Kälte diese Woche (Tiefstwerte von 2 °C sogar in Wien) schießen die Temperaturen jetzt in die Höhe. 23 °C sind morgen möglich. Viele werden sich über ihren Kreislauf beschweren, die meisten werden aber hoffentlich den ‚Frühling‘ genießen.

Es wird morgen also mehr als doppelt so warm, wie es eigentlich in diesen Tagen sein sollte (normal wären 10 °C). Die 23 °C erreichen wir sonst eigentlich erst im Mai als Höchstwert.

Am Dienstag schneit es wieder runter auf 400 m

Das Motto an diesem Sonntag lautet: Nutze die Wärme, solange es geht. Denn schon am Montag krachen die Temperaturen wieder hinunter. Nur mehr maximal 9 °C sehen die Meteorologen auf ihren Prognosekarten. Regen zieht auf, es schneit wieder auf den Bergen (bis auf 400 Meter am Dienstag).

„Igor“

Schuld ist das Tief „Igor“, das derzeit über den Britischen Inseln festsitzt. Es lässt die Luft über ganz Europa kreisen. Zunächst schaufelt es uns morgen die heiße Luft aus dem Mittelmeerraum zu. Doch gleich danach kommen eben die kalten Luftmassen aus dem Nordatlantik.

Extrem

Die Wetterkapriolen passen perfekt ins Bild der Erderwärmung. Die Wetterextreme werden laut Forschern zunehmen. Die Statistik zeigt auch: Es wird immer heißer. Das vergangene Jahr war das heißeste aller Zeiten (2,4 °C über dem Durchschnitt).

Nach einem extremen Jänner (viel Schnee, sehr kalt auf den Bergen) war der Februar wieder deutlich zu warm.

Klimawandel macht die Ernten kaputt

Schön anzusehen, aber eine große Gefahr. In der Wachau (NÖ) begann die Marillenblüte um drei Wochen zu früh – eine Folge der viel zu hohen Temperaturen. Aber es drohen weiterhin Frostnächte — die gesamte Ernte ist in Gefahr. Die Kartoffeln des Vorjahres sind nach Schätzungen zu 70 % unverkäuflich. Schuld ist ebenso die Hitze wie auch Schädlinge (Drahtwürmer). Das Angebot sei derzeit in Europa so knapp wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Aufregung auch in Deutschland: Die Spargelernte beginnt schon jetzt.




 

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Wussten Sie schon ...

Insbesondere im Herbst und Winter auftretende Temperaturumkehrschicht der Atmosphäre. Bei windschwachem Hochdruckwetter kühlen sich die bodennahen Luftschichten in den langen Nächten stark ab. Und weil kalte Luft schwerer ist, als warme Luft, sammelt sich diese Kaltluft in Mulden, Senken und Flußtälern, wo sich dann häufig Nebel bildet. Schafft es die Sonne tagsüber nicht mehr, diese Kaltluftseen ausreichend zu erwärmen, so löst sich der Nebel mitunter tagelang nicht mehr auf. Gleichzeitig ist es auf den Bergen häufig sonnig und mild, denn die leichtere, weil wärmere Höhenluft liegt nun wie ein Kochtopfdeckel über der kalten Nebelluft. Eine ausgeprägte Inversionswetterlage wird erst mit Annäherung von Schlechtwettergebieten aufgelöst, weil der dann stärkere Wind dann die beiden unterschiedlichen Luftschichten durchmischt und so den Nebel auflöst.
 
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