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21. Mai 2019 06:33
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Alarmstufe Rot!

Wetter-Chaos! Muren und Überflutungen im Westen

Teilweise fielen mehr als 100 Liter pro Quadratmeter innerhalb von 24 Stunden - Feuerwehren verzeichneten über 40 Einsätze.

Anhaltend starker Regen hat in Vorarlberg zu Murenabgängen sowie kleinräumigen Überflutungen und damit verbundenen Straßensperren geführt. Die Feuerwehren standen bis zum frühen Dienstagvormittag 43 Mal im Einsatz, teilte die Rettungs- und Feuerwehrleitstelle (RFL) auf APA-Anfrage mit. Da die Niederschläge andauerten, war mit weiteren Einsätzen zu rechnen. Verletzt wurde bisher niemand.
 
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In Teilen Vorarlbergs - etwa im Bregenzerwald, aber auch in Dornbirn - fielen innerhalb von 24 Stunden mehr als 100 Liter Regen pro Quadratmeter. Bregenzerach und Leiblach führten Hochwasser, wie es laut Statistik lediglich im Abstand von fünf bis zehn Jahren vorkommt. Der Pegel des Bodensees legte seit Montag um 20 Zentimeter zu, er lag mit 358 Zentimeter aber noch rund 16 Zentimeter unter dem langjährigen Durchschnitt für diese Jahreszeit.
 
Bei den Feuerwehreinsätzen galt es in erster Linie vollgelaufene Keller auszupumpen sowie Gebäude vor dem Eindringen von Wasser zu sichern. "Es liegt alles im Rahmen", hieß es seitens der RFL-Einsatzleitung. Murenabgänge wurden in Langen bei Bregenz, in Eichenberg (Bez. Bregenz) sowie im am Bödele gelegenen Dornbirner Stadtteil Ammenegg verzeichnet.
 
Wegen Überflutung gesperrt werden musste etwa die Auffahrt Dornbirn-Nord auf der Rheintalautobahn (A14) in Richtung Bregenz, die Überholspur war in diesem Bereich ebenfalls nicht befahrbar. Eine weitere Straßensperre betraf die Senderstraße (L41) zwischen Lustenau und Wolfurt, die für den Verkehrsfluss im unteren Rheintal wichtig ist.
 

Unwetter-Warnung

Vor großen Regenmengen, die bis Mittwoch besonders in Teilen Vorarlbergs, Nordtirols und Salzburgs fallen werden, hat die Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) am Montag gewarnt. Dort soll es 70 bis 120 Millimeter, vereinzelt auch zwischen 150 und 200 Millimeter Niederschlag geben. Muren und zumindest kleinräumige Überschwemmungen seien bei derartigen Regenmengen möglich.

unwetter.JPGKlicken Sie auf das Bild für die Unwetter-Warnung in Ihrer Region. 

Für den Regen sorgt ein Tiefdruckgebiet über dem Alpenraum, mit Schwerpunkt an der Nordseite der Alpen. "Vereinzelt sind sogar 150 bis 200 Millimeter Regen zu erwarten, besonders im Bereich des Bregenzerwalds inklusive der Pfänderregion sowie vom Außerfern über das Karwendel und die Region bis zum Tennengebirge", erläuterte Simon Hölzl von der ZAMG.
 
Da die Schneefallgrenze meist oberhalb von 2.000 Meter liege, komme durch die Schneeschmelze zusätzlich Wasser in die Bäche und Flüsse. Außerdem können in die Regenfront Gewitter eingelagert sein, die kleinräumig für kurze Zeit den Regen noch verstärken. Aus aktueller Sicht klingt der Regen im Laufe des Mittwochs ab, und die restliche Woche verläuft zwar wechselhaft mit Regenschauern und Gewittern, aber ohne weiteren großräumigen Starkregen.
 
Der Deutsche Wetterdienst gab auch für den Süden Deutschlands Starkregen-Warnungen aus. Dadurch werde dort und in weiterer Folge auch in Österreich der Pegel der Donau steigen, hieß es.
 
Aufgrund der aktuellen Warnsituation sind Vorhersagen des INCA-Vorhersagemodells der ZAMG frei zugänglich: www.zamg.ac.at/incaanalyse; Pegelstände und Hochwasserwarnungen für Österreich auf den Websites der hydrografischen Landesdienste: http://go.apa.at/J8RnlODy. Aktuelle Wetterwarnungen für Europa: http://meteoalarm.eu.
 
Die Prognose für Ihr Bundesland:

Wien

Die Wolken überwiegen, dazwischen gibt es aber auch sonnige Phasen. Es bleibt weitgehend trocken, kurze Regenschauer können aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Frühtemperaturen rund 9 Grad, Tageshöchsttemperaturen um 19 Grad.

Niederösterreich

Vor allem in der Westhälfte halten sich einige Wolken und es muss mit Regenschauern gerechnet werden. Am Alpennordrand regnet es teils auch anhaltend. In der Osthälfte bleibt es weitgehend trocken und Sonne und Wolken wechseln einander ab. Der Wind weht mäßig, nachmittags allmählich auch lebhaft aus westlichen Richtungen. Frühtemperaturen 8 bis 11 Grad, Tageshöchsttemperaturen 14 bis 20 Grad.

Burgenland

Zunächst scheint noch länger die Sonne, tagsüber werden die Wolken aber wieder dichter. Es sollte weitgehend trocken bleiben, Regenschauer können aber nicht völlig ausgeschlossen werden. Der Wind weht mäßig aus Südost bis Südwest, im Nordburgenland kommt mäßiger, Nordwestwind auf. Frühtemperaturen 8 bis 11 Grad, Tageshöchsttemperaturen 17 bis 20 Grad.

Oberösterreich

Aus dichten Wolken regnet es im Innviertel und im südlichen Bergland länger anhaltend und zum Teil stark. Sonst regnet es nur zeitweise, im Unteren Mühlviertel regnet es nur selten und wenig. Der Westwind legt am Vormittag zu und kann am Alpenrand Spitzen bis 50 km/h erreichen. Am Morgen betragen die Temperaturen 7 bis 12 Grad, tagsüber erreichen sie 10 bis 16 Grad.

Salzburg

Am Dienstag überwiegt sehr nasses Wetter mit teils lebhaftem Westwind vor allem im nördlichen Flachgau. Der ergiebigste Niederschlag ist von den Kitzbüheler Alpen bis hin zum Salzkammergut zu erwarten. Im Lungau kann es am Nachmittag etwas längere Niederschlagspausen geben. Frühwerte: 6 bis 11 Grad, Höchsttemperaturen: 9 bis 14 Grad.

Steiermark

Besonders im Ausseerland und auch teilweise im Ennstal noch regnet es ergiebig. Anfangs ganz im Osten noch trocken, bald erreicht der Regen aber auch die östlichen Gebiete. Am Nachmittag regnet es im Nordwesten weiter, im Osten und Süden gibt es häufiger auch trockene Phasen. Im Bereich Pack und Koralpe gibt es am Nachmittag Regenschauer. In der Obersteiermark weht teils kräftiger Nordwestwind. Höchsttemperaturen von Nord nach Südost 12 bis 20 Grad.

Kärnten

Am Dienstag ist es zunächst recht unbeständig. Vor allem in der Früh und vormittags ziehen von Westen dichte Wolken und noch Regen durch. Nachmittags lockern die Wolken zwischendurch etwas auf und es gibt nur noch einzelne Schauer. Im Norden weht mäßiger Nordwind. Höchsttemperaturen 11 bis 16 Grad.

Tirol

Auch der Dienstag fällt in Nordtirol wohl auf die trübe, sehr nasse und relativ kühle Seite. Nördlich des Inns und im östlichen Unterland regnet es in der ersten Tageshälfte oft sogar ergiebig, danach leicht Beruhigung. Stark bis dicht bewölkt ist es auch in Osttirol, ganz im Süden sowie in Südtirol kommt es tagsüber aber nur mehr zeitweise zu Schauern. Es bleibt zu kühl. Tiefstwerte: 6 bis 10 Grad. Höchstwerte: 10 bis 14, im Lienzer Becken 16 Grad.

Vorarlberg

Auch der Dienstag fällt auf die trübe und sehr nasse Seite. Anfangs regnet es zum Teil ergiebig, Schneefallgrenze bei 1.800 bis 2.100 Metern. Im Tagesverlauf zumindest leichte Beruhigung. In Rheintal und am Bodensee sind am Nachmittag trockene Phasen wahrscheinlich. Es bleibt zu kühl. Tiefstwerte: 6 bis 11 Grad. Höchstwerte: 10 bis 14 Grad.
 



 

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Wussten Sie schon ...

Im Meteorologenjargon heißen sie eigentlich ,,Cumulus''-Wolken. Weil in ihnen mächtige Aufwinde wehen, wachsen Quellwolken von ihrer Basis her oft bis in Höhen von 10 Kilometer und mehr in den Himmel hinauf, wo die Gipfel alsdann in minus 40 bis unter minus 50 Grad kalter Luft gefrieren.
 
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