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06. November 2018 17:18
Hitze-Alarm: November bis zu 15 Grad wärmer als sonst
© Symbolbild/Getty Images

Wieder Rekorde gebrochen

Hitze-Alarm: November bis zu 15 Grad wärmer als sonst

Der Stationsrekord in Wieselburg liegt bei 23,5 Grad.

Dem warmen Montag ist ein ebensolcher Dienstag gefolgt. Zwar wurde nach den Daten der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) der Montagsspitzenwert (23,8 Grad in Salzburg Freisaal) um drei Zehntel Grad verfehlt. Doch waren auch die 23,5 Grad in Wieselburg (Bezirk Scheibbs) viel zu warm für einen Novembertag. An zweiter Stelle landete Waidhofen an der Ybbs mit 23,4 Grad.

Für die relativ junge Messstation in Wieselburg - seit 2007 in Betrieb - bedeuteten die 23,5 Grad neuen Stationsrekord für einen November. Der bisher gemessene Höchstwert in diesem Monat vom 12. November 2014 mit 21,3 Grad wurde geradezu pulverisiert.

Vom absoluten November-Rekord in Österreich ist man aber noch rund drei Grad entfernt. Dieser wurde am 2. November 1968 mit 26,6 Grad in Schlins (Bezirk Feldkirch) in Vorarlberg gemessen. Am 7. November 1997 erreichte das Thermometer im oberösterreichischen Weyer (Bezirk Steyr-Land) 26,3 Grad.
 

Bis zu 15 Grad wärmer als sonst

Laut ZAMG liegen die Werte derzeit um rund zehn bis vereinzelt auch 15 Grad über den für Anfang November typischen Werten. Der Grund ist eine kräftige Südströmung, mit der warme Luft aus dem Mittelmeerraum und Nordafrika nach Österreich strömt. Nördlich der Alpen ist es durch Föhn noch etwas wärmer.

Das bedeutete auch Sturm: An der Wetterstation der ZAMG am Patscherkofel in Tirol erreichte der Föhn Sturmböen bis 139 Stundenkilometer. Aber auch in tieferen Lagen gab es am Dienstag kräftige Windböen durch Föhn: Knapp 80 km/h waren es in Brand in Vorarlberg, um die 70 km/h in Mariazell in der Steiermark, rund 50 km/h in der Wiener Innenstadt.

Und laut ZAMG wird es so weitergehen: Die sehr milde und föhnige Südströmung bleibt fast durchgehend bis Sonntag erhalten. Mit Wolken und etwas Regen im Süden und teils sonnigem, teils nebeligem Wetter im Großteil von Österreich ist zu rechnen. Nur am Donnerstag dreht der Wind vorübergehend auf West und es wird allgemein vorübergehend wechselhaft.
 




 

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Schlauch- bzw. tunnelartiges Feld in 5 bis 12 Kilometern Höhe, in der sehr starke Westwinde wehen. Je stärker die horizontalen Temperaturgegensätze ausgeprägt sind, desto heftiger jagt auch der Jetstream durch die Atmosphäre. Dabei wurden schon Windgeschwindigkeiten von über 200 Stundenkilometern (im Kern des Jets bis zu 500 km/h beobachtet. Werden kleine Tiefs mitgerissen, können diese unter Entwicklung zum Orkantief binnen 24 Stunden quer über den Atlantik rasen. Es gibt zwei Jetstreams pro Erdhalbkugel: Polarfrontjet und Subtropenjet. Sie verlaufen wellenförmig rund um die Erde. In der Fliegerei werden die Jetstreams ausgenützt, um Treibstoff zu sparen und die Flugdauer zu verkürzen. Dies ist jedoch bloss bei Flügen von West nach Ost möglich. Bei entgegengesetzter Flugrichtung werden die Jets gemieden, da bloss Nachteile resultieren würden.
 
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