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07. August 2018 22:59
Heißzeit: 210 Mio. Euro Schaden durch Hitze
© TZOe/Getty Images (Fotomontage)

Rekord-Hitze setzt uns zu

Heißzeit: 210 Mio. Euro Schaden durch Hitze

Die Hitzewelle macht Österreich zum Glutofen. Dürre verursacht Rekordschäden.

Kein Ende der Gluthitze, auch nachts gibt es kaum Abkühlung: In Wien wird der Rekord an Tropennächten (über 20 Grad) diese Woche fallen. Bis gestern gab es 15 in Folge, die Rekordmarke liegt österreichweit bei 18, wie die Wetterexperten der ZAMG auf ÖSTERREICH-Anfrage mitteilen. Die Zahl der heißen Nächte ist schon viermal so hoch wie in „normalen“ Sommern.

Top-5-Sommer

Mit 1,7 Grad über dem Schnitt der 252-jährigen Messgeschichte wird sich der heurige Sommer ­unter den Top 5 einreihen. Deutliches Klimawandel-Zeichen: Elf der heißesten Sommer der Geschichte gab es seit dem Jahr 2000. An der Spitze liegen 2003 (+2,9 Grad) und 2015 (+2,4).

Spitzen-Temperatur

Der heißeste Tag des Jahres kommt: Die aktuelle Bestmarke erreichte Innsbruck am 31. Juli mit 36 Grad. „Dieser Wert wird ziemlich sicher noch übertroffen, spätestens am Donnerstag“, prophezeien die ZAMG-Experten. Heute vor fünf Jahren wurde der absolute Temperaturrekord aufgestellt: In Bad Deutsch-Altenburg (NÖ) hatte es 40,5 Grad.

Hitze-Tage

Auch bei Hitzetagen (über 30 Grad) winkt ein Rekord: „Bereits jetzt haben wir in allen Landeshauptstädten mehr Hitzetage als in einem durchschnittlichen meteorologischen Sommer insgesamt“, rechnet die ZAMG vor.

Rekordschäden wegen Dürre und Brandgefahr

Trockenheit. Dafür ist Österreich deutlich zu trocken. Laut ZAMG hat es landesweit um fast 30 Prozent weniger geregnet als im Schnitt – im Norden und Westen laut Hagelversicherung sogar bis zu 85 Prozent weniger. „Solche Dürreschäden gab es noch nie in Österreich“, sagt Kurt Weinberger von der Hagelversicherung. Der Rekordschaden beträgt 210 Millionen Euro.

Brand-Gefahr

Die Waldbrandgefahr ist enorm. Rauchen und Feuermachen ist in den Wäldern Salzburgs verboten. Selbst ein Auspuff oder Bremsen können ein Feuer starten.

Wasser knapp

Auch Trinkwasser wird knapp. „Dass es in kleinen Gemeinden zu kürzeren Engpässen kommt, kann nicht ausgeschlossen werden“, sagt Michael Strasser, Sprecher des Umweltministeriums zu ÖSTERREICH. Für Krisenfälle gebe es aber „Trinkwassernotversorgungspläne“.

Dürre Hitze Almen Trockenheit

Schlimme Folgen: Fische sterben, Notschlachtungen

Die Hitzewelle bringt das ganze Land zum Kochen – mit dramatischen Folgen:

  • Seen immer wärmer: Der Sprung ins Wasser erfrischt nicht mehr: Die Alte Donau in Wien ist bereits 29 Grad warm, könnte nun die 30-Grad-Marke knacken. Kärntner Seen sind um zwei Grad zu warm.
  • Fische sterben: Eine direkte Folge der warmen Gewässer: In einem Teich im Bezirk ­Amstetten (NÖ) verendeten Hunderte Fische wegen Sauerstoffmangel.
  • Kühe zum Schlachter: Weil wegen der Dürre kaum Futter nachwächst, müssen einige Bauern in Oberösterreich ihre Rinder an Schlachter ­verkaufen.
  • Ozon-Alarm: In Salzburg sind die Ozonwerte knapp unter der Warnschwelle, die am Freitag erreicht sein könnte. Die Folge sind Augenreizungen und Atembeschwerden.



 

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Auch Zwölf-Nächte genannt; Zeit zwischen Thomastag (21. Dez.) und Heiligen Dreikönigstag (6. Jän.). Der Glaube, daß das Wetter dieser 12 Nächte ein Abbild der folgenden 12 Monate sei, findet meteorologisch keine Stütze.
 
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