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13. Juni 2018 16:28
Grazer Stadtpark bis Sonntag gesperrt
© oe24

Nach tödlichem Unfall

Grazer Stadtpark bis Sonntag gesperrt

Alle Bäume im Stadtgebiet müssen visuell begutachtet werden. 

Der Grazer Stadtpark bleibt nach dem schweren Unwetter vom Dienstagabend bis zumindest Sonntag für Aufräumarbeiten und Begutachtungen gesperrt, teilte die Stadt am Mittwoch in einer Aussendung mit. Im gesamten Stadtgebiet wurden insgesamt 25 große, umgefallene Bäume gezählt. Hinzu kommen zahlreiche Ast- und Kronenbrüche. Teilbereiche vom Leechwald und Rosenhain sind ebenfalls gesperrt.

Am Mittwochnachmittag wird die Schloßbergbahn wieder in Betrieb gehen. Sie bleibt aber vorerst der einzige Weg auf den Schloßberg, da der Lift, die Stiege und die Fußwege vorerst gesperrt bleiben. Geöffnet werden damit die Kasematten, das Plateau sowie die Querung über die Liesl. Im Stadtpark wurde eine Lagerfläche für Schnittgut und zum Häckseln eingerichtet. Neben der Beseitigung der offensichtlichen Schäden müssen nun alle Bäume visuell begutachtet werden, um Gefahrenherde rechtzeitig zu entfernen, hieß es seitens der Stadt.
 
Eine Unwetterfront, die am Dienstag von der weststeirischen Koralm über Graz bis in die Oststeiermark gezogen ist, hat am Abend im Grazer Stadtpark einen Menschen das Leben gekostet. Laut Heimo Krajnz von der Berufsfeuerwehr Graz fiel ein Baum auf einen Passanten. Die Sturmböen ließen auch Bäume und Äste auf Oberleitungen von Straßenbahnen stürzen.
 

Bezirk Voitsberg könnte noch zu Katastrophengebiet deklariert werden

Am Vormittag waren im Bezirk Voitsberg weiterhin einige Bäche und Rückhaltebecken verklaust, teilte Landeshauptmann-Stellvertreter Michael Schickhofer (SPÖ) mit. Sollten die Verklausungen nicht rasch beseitigt werden können, da Kräfte fehlen, könnte der Katastrophenschutzreferent für den Bezirk noch Katastrophenstatus ausrufen. "Die Sicherheit der Steirerinnen und Steirer hat absolute Priorität. Daher habe ich die Bezirkshauptmannschaft beauftragt, alles in die Wege zu leiten, um die vorhandenen Verklausungen und Gefahrenlagen sofort zu beseitigen. Mein großer Dank gilt allen 1.500 Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehren, die seit Dienstag im Einsatz stehen."
 
Etwa 20 Trafostationen der Energie Steiermark waren zu Mittag immer noch außer Betrieb - rund 700 Haushalte damit ohne Strom. Betroffen waren die Gemeinden Kainach bei Voitsberg, der Raum Gasen, Falkenstein bei Fischbach sowie Rettenegg (Bezirk Weiz). Sprecher Urs Harnik-Lauris erklärte, dass die Mannschaft für Reparaturen aufgestockt wurde und in Alarmbereitschaft ist, denn weitere prognostizierte Unwetter Mittwochabend könnten bereits angeknackste Bäume und Äste zu Fall bringen. Viele der kaputten Stromleitungen können vorerst nur provisorisch instand gesetzt werden. Die tatsächlichen Reparaturarbeiten am Netz dürften noch Tage oder Wochen dauern.



 

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Europäischer Wettersatellit, der zu einem weltumspannenden Wettersatelliten-System gehört und am Schnittpunkt von Äquator und Null-Meridian (über dem Golf von Guinea) in 36 000km Höhe stationiert ist und die gleiche Umdrehungsgeschwindigkeit wie die Erde hat. Meteosat sendet halbstündlich im sichtbaren und infraroten Wellenlängenbereich Bilder zur Erde und ermöglicht die ständige Überwachung von etwa 60 Grad Nord bis 60 Grad Süd und von 60 Grad West bis 60 Grad Ost (fast ganz Europa und den Nordatlantik sowie ganz Afrika). Zusätzlich lassen sich aus den Infrarot-Daten die Temperaturen der Erdoberfläche, der Wasseroberflächen und auch der Wolkenoberflächen bestimmen. Mit ihrer Hilfe kann die vertikale Mächtigkeit der Wolken abgeschätzt, sowie die Windgeschwindigkeit in verschiedenen Luftschichten aus den Wolkenbewegungen ermittelt werden. Weiters verbreitet Meteosat als Relais-Station aufbereitete Bilder und andere Wetterinformationen. Der erste Meteosat (von der Europäischen Weltraumorganisation ESA entwickelt) wurde am 23. Nov. 1977 gestartet. Die Höhe seiner Flugbahn beträgt genau 35 870km, die Umlaufzeit des Satelliten ist somit genau identisch mit einer Erdumdrehung, nämlich 23 Stunden und 56 Minuten (1 Sterntag). Da die Satellitenbahn in der Äquatorebene der Erde liegt, gewinnt ein Beobachter auf der Erdoberfläche den Eindruck, der Satellit steht am Himmel still, d.h. er ist ''geostationär''. Ein geostationärer Satellit kann etwa ein Viertel der Erdoberfläche überwachen (ohne Überschneidungen). Ein System von 5 geostationären Satelliten kann somit die gesamte Erdoberfläche bis etwa 60° nördliche und südliche Breite kontinuierlich beobachten. Die Polgebiete können von sog. sonnensynchronen Satelliten überwacht werden (auf polnaher Umlaufbahn in etwa 700-1500km Höhe). Aus der ESA hervorgegangen ist eine eigene Organisation für die europäischen Wettersatelliten in Darmstadt: EUMETSAT (European Organisation for the Exploitation of Meteorological Satellites).
 
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