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22. Juni 2012 00:18
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© BFV Liezen / Christoph Schlüßlmayr
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© BFV Liezen / Schlüßlmayr
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© LFV Steiermark / Franz Fink
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© LFV Steiermark / Franz Fink
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© LFV Steiermark / Franz Fink
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© LFV Steiermark / Franz Fink
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© Freiwillige Feuerwehr
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© Freiwillige Feuerwehr
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© Freiwillige Feuerwehr
Jahrhundert-Unwetter über Österreich
© Freiwillige Feuerwehr

Hagel und Sturm

Jahrhundert-Unwetter über Österreich

Mure blockierte Pyhrn-Autobahn. Teile von Trieben wurden evakuiert.

Zum zweiten Mal binnen 24 Stunden gingen Donnerstagabend schwere Gewitter nieder. Besonders betroffen: die Steiermark und Salzburg.

Die Obersteiermark wurde Donnerstagabend zum Katastrophen-Gebiet erklärt: Keller und Straßen wurden überflutet, Gebäude evakuiert, eine Mure bei Gaishorn machte die Pyhrn-Autobahn (A 9) unbefahrbar – auch Bahnstrecken wurden gesperrt.

Diashow Schwere Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen
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Unwetter in Liezen

Freitag früh bezeichnete der Einsatzstab die Lage in den von einer Unwetterkatastrophe heimgesuchten Teilen der Obersteiermark als "stabil, aber weiter angespannt". Nach der Evakuierung von rund 350 Personen, vornehmlich in Trieben, weil über ihren Häusern Verklausungen und Geschiebesperren zu bersten drohten, waren keine weiteren Räumungen hinzugekommen. Wichtige Dämme hielten.

Katastrophenalarm in mehreren Gemeinden
In den Abendstunden des Donnerstags war nach heftigen Gewittern mit Starkregen für mehrere Gemeinden in den Gemeinden Liezen, Murtal, Leoben und Bruck/Mur Katastrophenalarm gegegen worden. Allein im Bezirk Liezen waren mit Schwerpunkt in Trieben, Gaishorn und Treglwand über 300 Feuerwehrkräfte u.a. mit 20 Baggern und anderem Räumgerät sowie 70 Helfer des Roten Kreuzes im Einsatz. In Au bei Gaishorn waren der Einsatzstab und ein Betreuungslager eingerichtet worden. Das Bundesheer wurde angefordert, ein Pionierzug wurde für Freitagvormittag im Einsatzgebiet erwartet.

Dramatische Szenen: Feuerwehrtaucher retten Ehepaar
In der Nacht und am Vorabend hatten sich an mehreren Stellen dramatische Szenen abgespielt. In Kapfenberg wurde ein Ehepaar, das im überfluteten Keller eingeschlossen war, durch Feuerwehrtaucher befreit, zehn Bewohner eines Ortsteils von Treglwang wurden mittels Radlader evakuiert.

Wallfahrerin nahe Mariazell schwer verletzt
Bei Gußwerk nahe Mariazell gab eine Holzbrücke nach, wodurch eine Wallfahrerin abstürzte und schwer verletzt wurde. Vor allem im Bezirk Liezen wurde von den Einsatzkräften von "Weltuntergangsstimmung" gesprochen.

Hohentauern: Die Geschiebesperren des Triebentalbaches stehen unter Beobachtung. Falls die Sperren nicht halten, müssen dort ebenfalls 250 Personen in Sicherheit gebracht werden.

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Tauernautobahn: Auto durch Mure verschüttet
Auch in Salzburg machten starke Regengüsse dem Hitze-Tag ein Ende: In Salzburg waren Donnerstagabend 33 Feuerwehren im Pinzgau und Pongau im Einsatz. Auf der Tauernautobahn (A10) wurde bei Flachau-Winkl (Pongau) ein Auto durch eine riesige Mure verschüttet. Zwei Reisende aus Kroatien kamen knapp mit dem Leben davon.

Der Lenker des Pkw wurde schwer verletzt in das Krankenhaus Schwarzach eingeliefert, seine Ehefrau erlitt lediglich einen Schock. In Fahrtrichtung Salzburg wurde die Tauernautobahn im Bereich der Ausfahrt Tauernalm durch diese Mure mehr als eineinhalb Meter hoch verschüttet. Weil Schlamm und Geröll zum Teil auch auf die Richtungsfahrbahn Villach reichten und die Einsatzkräfte von dort aus arbeiten mussten, wurde auch die zweite Fahrbahn für den Verkehr komplett gesperrt.

Staus auf A10
Noch in der Nacht haben die Einsatzkräfte mit Baggern und schwerem Gerät begonnen, die Tauernautobahn (a10)zu räumen und wieder freizumachen. Es gab in beiden Fahrtrichtungen große Staus.

Baum bedrohte A12
Auch im Tiroler Unterland wüteten schwere Gewitter. In Wörgl gab es massive Schäden an Gebäuden. Ein Baum fiel beinahe auf die Inntalautobahn (A 12), die gesperrt werden musste.

Die fünf Gewitter-Hotspots Österreichs

Die volle Wucht der Gewitter trifft immer dieselben Regionen – ein intensiv erforschtes Thema. In Österreich gibt es vor allem fünf besonders betroffene Gebiete: etwa das Alpenvorland oder die Thermenregion (siehe Grafik). Innerhalb dieser Flächen gibt es derzeit täglich die größten Hagel- und Starkregenschäden. „In diesen Gebieten stoßen am häufigsten warme Luftströme auf die Ränder der Alpen. Diese Strömungen sind gezwungen, dort aufzusteigen, und bilden in den höheren Schichten dann starke Gewitter“, so Otto Svabik, ­Klimaexperte bei der ZAMG.

Gewitter sind auch in den nächsten Tagen möglich.

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Die Wetterexperten sind sich einig, dass die Zahl der Unwetter durch die Klimaerwärmung steigen wird und dass sie auch heuer heftiger ausfallen werden.

„Wir haben ein sehr aktives Jahr in Mitteleuropa, was extremes Wetter angeht“, erklärt Pieter Groenemeijer von den European Severe Storms Laboratorys, einer von der EU finanzierten Unwetterforschungseinrichtung in Wr. Neustadt, die am Donnerstag eröffnet wurde. Der Experte erklärt: „Das begann im Februar, da hatten wir eine extrem lange Kälteperiode von 14 Tagen mit Temperaturen unter minus 18 Grad, dann sprangen die Temperaturen auf über 20 Grad im März, diese Sprünge halten bis jetzt an.“

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