02. Juni 2020 | 14:44 Uhr

Wohnwagen © Pixabay.com Broesis

Camping

5 Tipps für den perfekten Campingtrip

Camping ist beliebt wie nie. Ein besonders individueller Urlaub, der alle Freiheiten lässt, wird immer häufiger gebucht.

Viele Urlauber wollen weg von starren Pauschalreisen und stattdessen etwas erleben. Da bietet es sich an, einen Camper zu mieten und das gewählte Urlaubsland auf eigene Faust zu erkunden. Doch Achtung: Beim Campingurlaub gibt es ein paar Dinge zu beachten. Diese Tricks und Kniffe helfen dabei, den nächsten Urlaub unvergesslich zu machen!
 
 
Das Camping gehört zu den beliebtesten Reisearten der Österreicher. Sie sind flexibel und können ihren Urlaub frei gestalten.

1. Sich über die rechtlichen Vorgaben informieren
 
Es hat seinen besonderen Reiz, einfach draufloszufahren und am Straßenrand oder auf einem Parkplatz zu parken, wenn der Fahrer müde wird. Wichtig zu wissen ist, dass das nicht überall erlaubt ist. Manche Länder, wie etwa Deutschland, erlauben es lediglich, eine Nacht am Straßenrand stehen zu bleiben, um die Fahrtüchtigkeit des Fahrers wiederherzustellen. Dabei müssen Möbel und Grill aber im Camper verbleiben. In anderen Ländern gilt das sogenannte „Jedermannsrecht“. In Schweden und anderen skandinavischen Ländern ist es möglich, eine oder mehrere Nächte in der Natur zu übernachten. Dabei ist es außerdem möglich, zu grillen und Zeit im Freien zu verbringen. Wichtig: Grundbesitzer dürfen selbstverständlich nicht gestört werden. Das Wildcampen ist, neben Schweden, unter anderem in folgenden Staaten möglich:
 
Estland
Litauen
Finnland
Norwegen
Schottland
 
In anderen Ländern, wie beispielsweise Dänemark, Belgien und den Niederlanden, ist das Wildcampen oft geduldet, aber nicht offiziell erlaubt. Hier sollten Reisende also sehr vorsichtig sein. Wenn ein Wildcampen nicht möglich ist, ist es sinnvoll, wirklich nur auf Flächen zu übernachten, auf denen es offiziell erlaubt ist. So vermeiden Urlauber böse Überraschungen und zum Teil hohe Strafen.
 
Wohnmobil © Pixabay,com schlappohr
 
Ein gutes und günstiges Wohnmobil ist die Basis für jeden Campingtrip.
 
2. Preise und Routen vergleichen
 
Vor Reiseantritt steht die Reiseplanung. Dazu gehört zunächst die Wahl des Urlaubslandes. Dann sollten Reisende eine grobe Route festlegen, auf der sie sich bewegen. Dabei kann es hilfreich sein, auf Tipps anderer Urlauber zurückzugreifen. Sehenswürdigkeiten, Naturschauspiele und ähnliches sind Anlaufstellen, die es in jedem Land gibt und die für Urlauber besonders spannend sind. Auch Strände und Badeseen können den Sommerurlaub wunderbar abrunden. Tipp: Wer es etwas aufregender mag, sieht sich nach FKK-Campingplätzen um. Diese gibt es natürlich auch in Europa, beispielsweise sogar in Österreich!
 
Nicht immer ist es sinnvoll, mit dem Camper von der Heimat aus bis ins Urlaubsland zu fahren. Nicht nur bei so weit entfernten Zielen wie den USA oder Neuseeland ist es wenig ratsam. Oft ist es besser, mit dem Flugzeit in das Reiseland zu fliegen und dann dort einen günstigen Camper zu mieten. So haben Reisende mehr von ihrem Urlaub und können die Zeit vor Ort ausgiebig nutzen. Meist gestaltet sich die Reise so auch günstiger, da Spritkosten und Co. gespart werden können.
 
3. Sprache, Währung und Co.
 
Das Reiseland sollte nicht nur nach Sehenswürdigkeiten und Stränden ausgesucht werden. Reisende sollten sich zudem Gedanken darüber machen, dass sie sich vor Ort verständigen können. In manchen Fällen kann es zudem notwendig werden, Geld in die Landeswährung zu wechseln. Wer keinen Pauschalurlaub gebucht hat, sondern auf eigene Faust reist, muss damit rechnen, regelmäßig engen Kontakt mit Einheimischen zu haben. Umso mehr noch, wenn es Probleme mit dem Camper gibt oder das Wohnmobil an einem Ort geparkt wurde, an dem dies nicht erlaubt ist.
 
Deshalb gilt: Campingreisende sollten Länder bevorzugen, deren Amtssprache sie sprechen. In vielen Ländern ist auch Englisch eine vielgesprochene Sprache, jedoch nicht immer. Auch können sich die Sprachkenntnisse der Einheimischen je nach Region stark unterscheiden. Und selbst in Europa können sich die Währungen unterscheiden. In vielen Ländern ist der Euro offizielles Zahlungsmittel, aber nicht überall. Es ist sinnvoll, vorab eine gewisse Summe Geld zu wechseln. Zudem kann die Kreditkarte bei kurzfristigen Engpässen helfen. Wichtig: Vorab die heimische Bank über den Auslandsaufenthalt informieren, damit die Karte bei Benutzung nicht gesperrt wird!
 
4. So wird möglichst leicht gepackt
 
In einem Camper gibt es immer nur ein begrenztes Platzangebot. Umso wichtiger ist es, beim Packen direkt die Eigenarten eines Wohnmobils zu beachten. Das Gepäck sollte nicht nur an die jeweilige Reisezeit und -dauer angepasst sein, sondern auch an den Möglichkeiten des eigenen Gefährts. Es gilt, möglichst nur Dinge mitzunehmen, die wirklich notwendig sind. Neben Kleidung und Kulturbeutel bedeutet das, dass Lebensmittel für die ersten Mahlzeiten ebenso ins Reisegepäck gehören wie Wasser zum Trinken und zum Waschen. Wer nicht mit dem Flugzeug zum Camper reist, kann zudem einige Küchenutensilien wie scharfe Messer, Toilettenpapier und ein Taschenmesser und Streichhölzer bereits einpacken. So sind Reisende für die ersten Tage vor Ort gewappnet und können sich dann nach und nach mit Dingen eindecken, die sie während ihrer Reise brauchen. Wer jedoch das Flugzeug zur Anreise nutzt, kann vor allem scharfe Gegenstände selten gut mitführen. Sie gelten als gefährlich und werden, vor allem im Handgepäck, bei den meisten Airlines nicht geduldet.
 
Eine gut gefüllte Reiseapotheke darf ebenfalls nicht fehlen. Die meisten dieser Gegenstände lassen sich bereits bei Reiseantritt direkt in den dafür vorgesehenen Schränken und Fächern verstauen, sodass alles an seinem Platz ist. 
 
Camping Lagerfeuer © Pixabay.com LUM3N
 
Selbst kochen oder ins Restaurant gehen? Campingurlauber haben die Qual der Wahl.
 
5. Verpflegung im Urlaub
 
Reisende im Camper haben im Grunde zwei Optionen, was die Verpflegung während der Reise betrifft. Entweder kochen oder grillen sie selbst und kaufen dafür in einheimischen Läden und auf Märkten ein. Oder sie gehen in Restaurants und lassen sich dort verpflegen. Beide Varianten haben ihren Reiz und die meisten Reisenden greifen schlussendlich auf eine Mischung zurück. Die Selbstverpflegung ist meist günstiger als das Restaurantessen, allerdings gehört es für viele Reisende zum Urlaub dazu, sich in landestypischen Restaurants die einheimische Kost näherbringen zu lassen. In jedem Fall sollte es nicht nur um das Geld gehen, sondern ebenfalls um Genuss.