09. November 2021 | 10:40 Uhr

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Österreich - das Weinland

Land der Berge, Land der Weine. Woher kommen Österreichs edle Tropfen?

Österreich ist weltweit für seine Weine bekannt. Die Rebfläche umfasst rund 51.000 Hektar – da ist bestimmt für jeden etwas dabei. Zu den beliebtesten Rebsorten zählen etwa Grüner Veltliner oder auch Welschriesling. Entdecken Sie jetzt Österreichs Weingebiete.

Wenn man Österreich hört, dann muss man sofort an die edlen Tropfen von der Weintraube denken. Die ältesten Traubenkerne sind in Krems an der Donau gefunden worden – diese stammen aus der Zeit 3000 v. Christus. Noch immer hat die Traube und der daraus gewonnene „Saft“ einen hohen Stellenwert in der österreichischen Gesellschaft. Woher der beste Wein des Landes kommt, darüber scheiden sich die Geister, Weinkenner meinen, dass Niederösterreich ganz klar Spitzenreiter in Sachen Wein ist – Wien, die Steiermark und das Burgenland haben da aber noch ein Wörtchen mitzureden.


Das sind die wichtigsten Weingebiete in Österreich:

 

  • Wachau: Das Weinbaugebiet erstreckt sich zwischen Melk und Krems. Sonnige Hänge machen den charakteristischen Geschmack aus. Am meisten kommt die Rebsorte Grüner Veltliner in dieser Region vor. Bei den Rotweinsorten ist der Zweigelt klare Nummer 1.
  • Kremstal: Im Kremstal werden die Trauben durch ihre Position am Rand des pannonischen Klimagebiets geprägt. Zur Reifezeit strömt aus der Hochebene des umliegenden Waldviertels kühle, sauerstoffreiche Luft in das Tal. Diese Faktoren begünstigen die Würze und die Finesse der Weine.

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  • Kamptal: Im Kamptal fließt die gleichnamige Kamp – sie ist ein 150 km langes Flüsschen. Durch besonderes Gestein von vergangen Meeren und Vulkanen, kommt es zu einem individuellen Charakter des Weines. Auf den steilen Terrassen am Südhang kommen meistens nur Rieslingreben zum Vorschein, welche kraftvolle und langlebige Weine hervorbringen. Für die Touristen ist ein Weinmuseum erschaffen worden. Das „Loisium“ hat oben ein modernes Besucherzentrum mit einer Vinothek. Unter der Erde kann man ein mystisch inszeniertes Weinerlebnis entdecken – entlang der alten Gänge.
  • Wagram: Der Name „Wagram“ kommt von dem Wort „Wogenrain“ – das bedeutet so viel wie „Meeresufer“. Vor allem der Grüne Veltliner reift in diesem Gebiet zu einem herzhaften und würzigen Wein heran. Das größte Privatweingut in dieser Region ist das Stift Klosterneuburg.
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 
 

Ein Beitrag geteilt von Austrian Wine (@austrianwine)Weinviertel: Dieses Weinanbaugebiet ist jedem Weinfreund ein Begriff. Seitdem es das Qualitätssiegel DAC gibt, hat das Weinviertel auch international seinen Bekanntheitsgrad gesteigert. Ganz klar der bekannteste Wein aus dieser Region ist der Grüner Veltliner DAC. Das Weinviertel erstreckt sich von der Donau bis zur tschechischen Grenze. Der Weinviertel DAC eignet sich perfekt zu vielen Speisen der österreichischen Küche.

  • Weinviertel: Dieses Weinanbaugebiet ist jedem Weinfreund ein Begriff. Seitdem es das Qualitätssiegel DAC gibt, hat das Weinviertel auch international seinen Bekanntheitsgrad gesteigert. Ganz klar der bekannteste Wein aus dieser Region ist der Grüner Veltliner DAC. Das Weinviertel erstreckt sich von der Donau bis zur tschechischen Grenze. Der Weinviertel DAC eignet sich perfekt zu vielen Speisen der österreichischen Küche.
  • Thermenregion: Die Thermenregion ist einer der ältesten Weinregionen Österreichs. Schon vor 2000 Jahren sind in der Region südlich von Wien die ersten Weinreben angebaut worden. Römische Legionäre haben Weinstöcke aus ihrer Heimat mitgebracht. Der Name der Thermenregion stammt von der schwefelhaltigen Quelle in Baden. Bekannt für diese Weinregion ist der Rotwein – bekannte Ortschaften sind Bad Vöslau, Sooß, Tattendorf und Teesdorf, Weißweinorte sind hingegen: Perchtoldsdorf, Gumpoldskirchen, Pfaffstätten, Baden, Guntramsdorf und Traiskirchen.
  • Neusiederlersee: Dieses Weinbaugebiet umfasst den Bezirk Neusiedl am See außer den Gemeinden Winden und Jois – es weist insgesamt eine Anbaufläche von 6.239 ha auf, 1.501 ha davon sind mit Österreichs Rotweinsorte Nummer 1 bepflanzt – nämlich dem Zweigelt. Der Neusiedlersee DAC ist ein fruchtiger Zweigelt.

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  • Wien: Die Großstadt ist ein ausgezeichnetes Weinanbaugebiet - 2013 ist der „Gemischte Satz“ in die österreichische DAC-Familie aufgenommen worden. Im späten Mittelalter sind die Weinreben sogar noch innerhalb der Stadtmauern gewesen – mittlerweile liegt jedoch der Schwerpunkt des Weinbaus in den Vororten. Bekannt ist zum Beispiel der Bisamberg-Wien, Nußberg und der Kahlenberg. Nur wenige Winzer verzichten auf den „Gemischten Satz“ bei dem mehrere Rebsorten gemeinsam ausgepflanzt und dann zu einem Wein verarbeitet werden. Der größte Anteil einer Sorte darf nicht höher als 50 % sein, der drittgrößte Anteil muss zumindest 10 % sein.
  • Südsteiermark: Die Südsteiermark ist für duftige Weine bekannt. Die wichtigste Rebsorte aus diesem Gebiet ist Sauvignon Blanc – insgesamt beträgt die Anbaufläche 2.744 ha. In der Südsteiermark gibt es ein meidterrans Klima – kühle Nächte fördern die reichhaltige Aromatik der Weißweinsorten. Egal ob zum Backhendl oder zur kalten Platte beim Buschenschank – der Südsteiermark-DAC ist ein vielseitiger Begleiter für Speisen.
  • Vulkanland Steiermark: Das Vulkanland ist bekannt für seinen Traminer, der im Buschenschank zu finden ist. Über Jahrhunderte ist hier umstrittenes Grenzland gewesen – das ist sogar heute noch mit den Burgen und Schlössern zu erahnen. Heutzutage gibt es keine Grenzen mehr und Burgen wie die Riegersburg oder auch das Schloss Kapfenstein sind touristische Highlights. Im gesamten Weingebiet gibt es vier Weinstraßen – diese führen durch die malerische Hügellandschaft. Die wichtigsten Orte sind Bad Radkersburg, Hartberg oder auch Riegersburg. Das Vulkanland ist einer der naturbelassensten Tourismusgebiete Österreichs.
  • Carnuntum: Dieses Weinbaugebiet erstreckt sich von der slowakischen Grenze bis hin zur östlichen Region von Wien. Angebaut wird südlich der Donau auf drei Hügellandschaften: Leithagebirge, Arbesthaler Hügelland und die Hainburger Berge. Durch das panonische Klima mit heißen Sommern und eiskalten Winter werden die Trauben voll ausgereift. 2019 ist dem Carnuntum der DAC-Status verliehen worden – nun dürfen nur mehr herkunftstypische Weine den Namen auf dem Etikett tragen. Wichtige Rebsorten für das Gebiet sind Zweigelt, Blaufränkisch und der Weißburgunder – angebaut wird auf 836 ha. Die Weine aus dem Carnuntum eignen sich nicht nur für die österreichische Küche, sondern performen auch bei internationalen Speisen.
  • Weststeiermark: Die Weststeiermark ist das kleinste Weinbaugebiet der Steiermark – es ist ein altes Weinland. Schon die Kelten und Römer haben hier Wein gemacht. Die wichtigsten Sorten sind Blauer Wildbacher, Sauvignon Blanc und Weißburgunder. Am besten ist der Schilcherwein, der für diese Region bekannt ist, zu regionalen Schmankerln.

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Also, sofort Urlaub nehmen und in eines der schönen Weingebiete in Österreich reisen! Wir wünschen eine erholsame und genussvolle Zeit. Prost!