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17. Mai 2018 08:45
Tornado verwüstet deutsche Stadt
© APA/dpa/Federico Gambarini

Ein Schwerverletzter

Tornado verwüstet deutsche Stadt

In Nordrhein-Westfalen richtete ein Tornado eine 'Schneise der Verwüstung' an.

Schwere Unwetter verwüsteten den Ortsteil Boisheim in der deutschen Stadt Viersen (Nordrhein-Westfalen) am Mittwochabend.

Ein Tornado beschädigte laut BILD 40 bis 50 Häuser, viele Bäume stürzten auf die Straßen.

Tornado NRW

Ein Schwerverletzter

Ein 23-Jähriger wurde aufgrund des Unwetters schwer verletzt. "Ein Autofahrer stieg aus seinem Wagen aus und versuchte Äste von der Straße zu räumen. Dabei wurde er von einem Ast getroffen und schwer verletzt. Er kam ins Krankenhaus", so Polizeihauptkommissar Junker zu der deutschen Zeitung.

Tornado NRW

Darüber hinaus habe ein Feuerwehrmann einen Stromschlag erlitten, er sei dabei jedoch glücklicherweise nur leicht verletzt worden.

Tornado NRW

Häuser unbewohnbar

Die beschädigten Häuser seien zum Teil unbewohnbar, die Stadt kümmere sich um Notunterkünfte. Außerdem seien viele Straßen in Boisheim gesperrt.

Tornado NRW

Wie hoch der durch den Wirbelsturm entstandene Sachschaden ist, war am Donnerstag noch unklar.

(Alle Fotos © APA/dpa/Federico Gambarini)




 

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Hagel ist Niederschlag bestehend aus Eiskügelchen oder -Kugeln. In Gewitterwolken mit starken Aufwinden können recht schwere Niederschlagspartikel gegen die Schwerkraft in der Luft gehalten werden. Die einzelnen Teilchen werden zum Teil mehrmals nach oben transportiert. Dabei fangen sie immer wieder unterkühltes Wasser ein, gefrieren und schmelzen beim Fallen wieder teilweise. Sind die Eiskugeln einmal genug schwer, fallen sie aus der Wolke. Da sie aber recht gross sind, schmelzen sie nicht vollständig bis sie am Boden ankommen. Dort treffen sie als Hagel auf. Hagelkörner können einen Durchmesser von über 10 cm erreichen. Ein Hagelkorn von 3 cm Durchmesser erreicht eine Fallgeschwindigkeit von 25 m/s (gegen 100 km/h). Damit können sie riesige Schäden anrichten an landwirtschaftlichen Kulturen und Infrastruktur. Seit alters her hat man versucht, den Hagel zu verhindern. Einmal durch laute Knallerzeugung am Boden, dann durch Beschiessen der Wolken. Die bekannteste Methode ist jene mit Silberjodid. Dabei werden potentielle Hagelwolken mit Silberjodid geimpft (durch Raketen oder mit Flugzeugen). Die Silberjodid-Moleküle sollen als Keime dienen, an denen das unterkühlte Wasser gefrieren soll. Dadurch entstehen viele kleine Eispartikel statt wenige grosse.
 
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