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03. Jänner 2018 15:36
Skifahrer sitzen in Gondel fest
© seilbahnnostalgie.ch/ C. Gentil

Schweiz

Skifahrer sitzen in Gondel fest

Bäume stürzten auf die Tragseile einer Bergbahn. Rettung mit Heli nicht möglich. 

Im Schweizer Skigebiet Pizol im Kanton St. Gallen sind mehrere Bäume auf die Tragseile einer Bergbahn gestürzt. Wie viele Menschen am Mittwoch in den Gondeln festsaßen und ob es Verletzte gab, war bisher unklar, teilte die Polizei mit. Helikopterflüge waren wegen des Sturmtiefs Burglind zunächst nicht möglich. Es wurde geprüft, wie die Wintersportler in Sicherheit gebracht werden könnten.
 
Wegen des Sturms gab es im Kanton St. Gallen bisher 120 Schadensmeldungen. Bäume stürzten auf Straßen. Zwei Autos und ein Traktor wurden beschädigt. Zudem wurden umgeknickte Schornsteine und Antennen gemeldet. Die Böen deckten mehrere Dächer ab.
 

Windspitzen mit bis zu 200 km/h

 
Der Sturm Burglind ist Mittwochfrüh mit Spitzen von bis zu 200 km/h über die Schweiz gefegt. Der Verkehr auf Straße, Schiene und in der Luft war eingeschränkt, und auch Skilifte wurden geschlossen.
 
Vorboten des Sturms machten sich bereits in der Nacht bemerkbar. Auf dem Säntis wurden gegen 4.00 Uhr Böen von bis zu 146 Kilometern pro Stunde gemessen. Im Laufe des Vormittags wurden die Winde noch stärker. Laut Marco Stoll von MeteoSchweiz verzeichnete die Station auf dem Säntis Windspitzen von 160 Kilometern pro Stunde.
 
Die Winde führten zu Verkehrsbehinderungen. Die Appenzeller Bahn stellte wegen der noch erwarteten Böen den Betrieb zwischen Weissbad und Wasserauen vorläufig ein. In Zürich stellten die Polybahn und die Seilbahn Rigiblick ihren Betrieb ein. Auf das Jungfraujoch verkehrten ebenfalls keine Züge.
 

Zugausfälle

 
Zwischen Gettnau und Zell auf der Linie Wolhusen-Langenthal fielen die Regionalzüge wegen eines Hindernisse auf dem Gleis aus. Verspätungen und Zugausfälle gab es auf der Linie Luzern-Olten zwischen Emmenbrücke und Sursee wegen Unwetterschäden. Unterbrechungen gab es auch auf regionalen Linien in der Westschweiz.
 
Diverse Straßen in der ganzen Schweiz waren gesperrt. Der Schiffsverkehr auf dem Thunersee und dem Bodensee wurde eingestellt. Am Flughafen Basel-Mülhausen brachte der Sturm den Flugplan leicht durcheinander: Von rund fünfzig bis Mittag geplanten Flügen fielen fünf aus. Drei wurden nach Genf umgeleitet. Am Flughafen Zürich sorgte Burglind für Ausfälle, Verspätungen und Umleitungen.
 
Burglind brachte neben stürmischem Wind auch viel Niederschlag. Deshalb sprach das WSL-Institut für Schnee- und Lawinenforschung (SLF) von einer "sehr kritischen" Situation in den Bergen. In Teilen des Wallis herrschte bereits die vierte von fünf Gefahrenstufen



 

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