Es gibt neue Nachrichten
06. Februar 2018 20:55
Beben in Taiwan: Hotel eingestürzt
© Reuters

Stärke 6,4

Beben in Taiwan: Hotel eingestürzt

Das schwere Erdbeben fordert mindestens zwei Toten und über hundert Verletzte.

Bei einem starken Erdbeben an der Ostküste von Taiwan sind in der Nacht auf Mittwoch zwei Menschen ums Leben gekommen. Mehr als hundert weitere seien verletzt worden, teilte die Regierung mit. Ein Hotel in der bei Touristen beliebten Hafenstadt Hualien stürzte ein.

Regierungschef William Lai zufolge kamen in Hualien zwei Menschen ums Leben. 114 Menschen seien verletzt worden, einige davon schwer. Weitere Angaben machte er zunächst nicht.

Das Marshal-Hotel in Hualien neigte sich durch das Beben zur Seite, Teile des Gebäudes brachen zusammen. Medienberichten zufolge waren 30 Menschen in dem Hotel eingeschlossen, andere hätten sich in Sicherheit bringen können.
 

Beben der Stärke 6,4

Nach Behördenangaben hatte das Beben eine Stärke von 6,4. Der Erdstoß habe sich um 23.50 Uhr Ortszeit (16.50 Uhr MEZ) rund 20 Kilometer nordöstlich von Hualien ereignet, teilte die US-Erdbebenwarte USGS mit.

Hualien ist eines der beliebtesten Touristenziele in Taiwan. Laut Feuerwehr stürzten mindestens vier Gebäude ein oder wurden beschädigt, darunter ein weiteres Hotel. Auf Fernsehbildern waren mit Trümmern übersäte Straßen zu sehen, auf Autobahnen bildeten sich Risse.
 

28 Menschen gerettet

Präsidentin Tsai Ing Wen erklärte, Helfer aus allen Landesteilen bereiteten sich auf Rettungsmaßnahmen vor. Auf einer Facebook-Liveübertragung waren bereits Helfer zu sehen, die sich vor dem Marshal-Hotel versammelten. Mit einem Kran wurden sie zu den höher gelegenen Stockwerken befördert, die sich in einem schiefen Winkel befanden.

Der Feuerwehr zufolge konnten 28 Menschen aus dem Hotel und aus einem Wohnhaus gerettet werden. Es gebe noch keine Informationen zur Zahl der Eingeschlossenen oder möglichen Verletzten, sagten Feuerwehrleute.

Fotos der Zeitung "Apple Daily" zeigten einen Mann, der aus einem Fenster eines anderen Gebäudes um Hilfe rief. Weitere Bilder zeigten Kabel, die aus einer eingebrochenen Decke eines Krankenhauses hingen.
 

Hunderte kleinere Beben vorab

In den vergangenen drei Tagen war die Gegend Berichten zufolge bereits von knapp hundert kleineren Beben erschüttert worden. Das Erdbeben in der Nacht auf Mittwoch ereignete sich fast genau zwei Jahre nach einem Erdstoß derselben Stärke in der südtaiwanischen Stadt Tainan.

Damals kamen mehr als hundert Menschen ums Leben. Die meisten Opfer gab es in einem 16-stöckigen Wohngebäude, das auf die Seite stürzte. Viele Bewohner wurden verschüttet.

Taiwan wird regelmäßig von Erdbeben erschüttert. Das bisher schlimmste Beben ereignete sich im September 1999. Bei dem Erdstoß der Stärke 7,6 starben rund 2.400 Menschen.
 




 

Das aktuelle Wetter

Diese Videos könnten Sie auch interessieren
Wiederholen

Österreich-Wetter

Zum Österreich-Wetter »

Wussten Sie schon ...

Insbesondere im Herbst und Winter auftretende Temperaturumkehrschicht der Atmosphäre. Bei windschwachem Hochdruckwetter kühlen sich die bodennahen Luftschichten in den langen Nächten stark ab. Und weil kalte Luft schwerer ist, als warme Luft, sammelt sich diese Kaltluft in Mulden, Senken und Flußtälern, wo sich dann häufig Nebel bildet. Schafft es die Sonne tagsüber nicht mehr, diese Kaltluftseen ausreichend zu erwärmen, so löst sich der Nebel mitunter tagelang nicht mehr auf. Gleichzeitig ist es auf den Bergen häufig sonnig und mild, denn die leichtere, weil wärmere Höhenluft liegt nun wie ein Kochtopfdeckel über der kalten Nebelluft. Eine ausgeprägte Inversionswetterlage wird erst mit Annäherung von Schlechtwettergebieten aufgelöst, weil der dann stärkere Wind dann die beiden unterschiedlichen Luftschichten durchmischt und so den Nebel auflöst.
 
Diese Website verwendet Cookies
Cookies dienen der Benutzerführung und der Webanalyse und helfen dabei, die Funktionalität der Website zu verbessern, um Ihnen den bestmöglichen Service zu bieten. Nähere Informationen finden Sie in unserer Datenschutzerklärung.
Impressum