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09. November 2017 11:53
Kälte und Schnee in der Nacht auf Montag
© Getty Images (Symbolbild)

Wetter

Kälte und Schnee in der Nacht auf Montag

Asfinag: Unbedingt an Winterausrüstung denken.

Es sind fürs Erste die letzten Tage mit ruhigem Herbstwetter. Denn in der Nacht auf Montag kommt der Winter. Laut Prognose der Zentralanstalt für Meteorologie und Geodynamik (ZAMG) kommt aus Skandinavien die Kälte, während ein Adriatief die Feuchtigkeit beisteuert. Aus gegebenem Anlass machte die Asfinag darauf aufmerksam, rechtzeitig an die Winterausrüstung zu denken.

Die Prognose der nächsten Tage im Detail: Am Freitag liegen über Becken und Tälern zunächst verbreitet Nebel oder Hochnebel. Mit auffrischendem Wind aus westlichen Richtungen wird die feuchte Schicht allerdings rasch dünner und das Wetter präsentiert sich zunehmend sonnig. Etwas zäher sind die Nebel lediglich im Süden, im Mur- und Mürztal sowie auch im Wald- und Mühlviertel. Im Laufe des Nachmittags ziehen allerdings von Westen langsam Wolken heran. Abends kommen außerdem vom Bregenzer Wald bis ins westliche Niederösterreich erste Niederschläge auf. Die Schneefallgrenze liegt noch zwischen 1.000 und 1.400 Metern Seehöhe. Von minus vier bis plus sieben Grad in der Früh steigen die Temperaturen auf sechs bis zwölf Grad tagsüber.

Am Samstag regnet es unter Störungseinfluss von Vorarlberg bis nach Niederösterreich aus dichten Wolken immer wieder. Die Schneefallgrenze liegt dabei zwischen 900 und 1.500 Metern Seehöhe. An der Alpensüdseite und am Alpenostrand ist hingegen ruhiges Wetter zu erwarten. Es gibt etwas Sonne, und auch wenn einige ausgedehnte Wolkenfelder durchziehen, so bleibt es doch weitgehend trocken. Der Wind aus West bis Südwest bläst vor allem im Donauraum teils lebhaft. Minus zwei bis plus acht Grad zeigt das Thermometer in der Früh, sechs bis zwölf Grad nachmittags.

Am Sonntag sind spärliche Auflockerungen am ehesten noch im Süden und Südosten möglich. Im Großteil des Landes überziehen hingegen dichte, mehrschichtige Wolken den Himmel und bringen immer häufiger und schließlich verbreitet Regen, Schneeregen oder Schneefall. Die Schneefallgrenze sinkt an der Alpennordseite bis zum Abend bereits bis etwa 600 Meter Seehöhe ab. Ganz im Süden bleibt es vorerst milder mit nur wenig Niederschlag. Der Wind weht in der Früh im Donauraum und im Nordburgenland teils lebhaft aus westlichen Richtungen, tagsüber kommt der Wind dann aus sehr unterschiedlichen Richtungen und bläst dabei oft nur schwach bis mäßig. Die Frühtemperaturen liegen bei minus ein bis plus sieben, die Tageshöchsttemperaturen erreichen nur noch drei bis elf Grad.

Am Montag bleibt es großteils stark bewölkt oder bedeckt mit Schneefällen, in tiefen Lagen auch Regen, wobei die Niederschläge vor allem in Nordstaulagen und anfangs auch im äußersten Süden und Südosten recht ergiebig ausfallen können. Tagsüber bewegt sich die Schneefallgrenze meist um 500 Meter Seehöhe. Dazu bläst teils mäßiger bis lebhafter, im Wiener Becken, im Nordburgenland und am Alpenostrand oft sogar kräftiger Wind aus nordwestlicher Richtung. Von minus zwei bis plus vier Grad in der Früh erwärmt sich die Luft nur mehr auf ein bis sechs Grad.

Am Dienstag zieht sich das Adriatief langsam weiter zurück, sein Niederschlagsfeld könnte allerdings den äußersten Süden und Südosten Österreichs noch für einige Stunden streifen. Alpennordseitig klingt die Niederschlagstätigkeit im Laufe des Vormittags weitgehend ab, in der Früh schneit es hier allerdings teilweise noch bis unter 500 Meter Seehöhe herab. Gebietsweise geht sich am Nachmittag noch die eine oder andere Sonnenstunde aus. Der Wind bläst sowohl im östlichen Flachland als auch am Alpenostrand und in einigen Nordföhnstrichen wiederholt lebhaft bis kräftig aus Nordwest bis Nord. Die Frühtemperaturen liegen bei minus bis plus drei Grad, die Tageshöchsttemperaturen kommen kaum über zwei bis sieben Grad hinaus.

Zum bevorstehenden Wintereinbruch machte die Asfinag darauf aufmerksam, dass bei den Wetterbedingungen das Auto und das Fahrverhalten angepasst werden sollten. Winterreifen sollten mittlerweile am Wagen die Pneus der Wahl sein, Lkw-Fahrer müssen auch Ketten dabei haben. Abgesehen davon sind die Geschwindigkeit und der Abstand zu reduzieren. Eine Faustregel für den richtigen Abstand ist die Zwei-Sekunden-Regel: Wenn das vorausfahrende Fahrzeug einen markanten Punkt passiert, sollte man langsam "21, 22" zählen. Erst dann sollte man selbst diesen Punkt passieren, sonst ist der Abstand zu gering.
 




 

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Effekt aus der Physik (Akustik, Wellenoptik), entdeckt 1842 von Christian Doppler, österreichischer Physiker (1803-1853). Scheinbare Veränderung der Frequenz (Schwingungszahl) des Schalls oder einer elektromagnetischen Strahlung (Licht- und Funkwellen), die auftritt, wenn Beobachter und Wellenzentrum gegeneinander bewegt sind. Allgemein bekannt ist der akustische Doppler-Effekt: Bewegt sich ein Beobachter auf eine (ruhende) Schallquelle zu, dann treffen pro Sekunde mehr Wellen auf sein Ohr, als wenn er ruht, da er den Wellen entgegen geht. Bewegt er sich umgekehrt von der Schallquelle weg, treffen ihn je Sekunde weniger Wellen. Im ersten Fall wird er also einen höheren Ton wahrnehmen, im zweiten einen tieferen als im Fall der Ruhe. Die Frequenzverschiebung ist der Relativgeschwindigkeit proportional. Dies kann bei jedem vorbeifahrenden Fahrzeug beobachtet werden (Beobachter hier in Ruhe, Schallquelle in Bewegung). In der Radarmeteorologie von wichtiger Bedeutung: Von bewegten Niederschlagsteilchen wird die Wellenlänge des auftreffenden Radarimpulses verändert, sodaß die Wellenlänge des vom Empfangsteil aufgenommenen Rückstreusignals gegenüber dem ausgesandten Impuls verschoben erscheint. Da die Größe der Wellenlängenverschiebung durch ein bewegtes Objekt (ein vom Wind vertragenenr Tropfen) von dessen Geschwindigkeit bestimmt wird, kann das Doppler-Radar zur Windmessung herangezogen werden (hier aber auch nur für Bewegungen zur Radarstation hin oder von ihr weg). Der Doppler-Effekt in der Wellenoptik findet zB auch bei den Radargeschwindigkeitskontrollen der Polizei Anwendung.
 
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